ISAR 1: ABSCHALTEN!

Veröffentlicht am 09.11.2010 in Veranstaltungen

"Ich habe Angst um unsere Heimat"
Mit Reinhold Perlak bei der Mahnwache am KKW Isar1

Bei der Mahnwache am Kernkraftwerk Isar 1, die seit dem bekannt werden der Ausstiegspläne der schwarz-gelben Bundesregierung vom Atomausstieg jeden Montag in Niederaichbach stattfindet, stellte MdL Reinhold Perlak in einem emotionalen Statement fest: "Ich habe Angst um unsere Heimat!" Perlak erteilte der Aufkündigung des Atomausstiegs durch die Energieversorgungsunternehmen und die Regierungskoalition eine deutliche Absage und bekräftigte: "Verträge müssen eingehalten werden. Wegen dem Profit einiger weniger, dürfen die Menschen in Deutschland und hier in Niederbayern keinen unkalkulierbaren Risiken durch die Kernenergie ausgesetzt werden. Wir sehen nach Harrisburg, wir sehen nach Tschernobyl und ich muss zugeben: Ich hab Angst um unsere Heimat, wenn längst überalterte Atommeiler wie Isar 1 weitere Jahre am Netz bleiben. Die Neiderbayerischen Abgeordneten von CSU und FDP haben unsere Heimat verkauft!". Perlak machte deutlich, dass es nicht das bloße Schüren von Angst ist, das ihn umtreibt, sondern die Einschätzungen namhafter Wissenschaftler, die in den alten Meilern eine ernste Gefahr sehen. "Wenn Politik dem eigenen Machterhalt wegen nicht mehr auf die Wissenschaft hört, dann wird sie ihrer Verantwortung nicht gerecht!"

Reinhold Perlak erinnerte an die Zeiten, als er in jüngeren Jahren gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf demonstrierte: "Viele haben uns für verrückt erklärt, als wir gegen die WAA gekämpft haben und nur wenige haben es für möglich gehalten, dass die WAA verhindert werden kann. Und doch ist es dem tausendfachen Protest zu verdanken, dass die Regierung eingelenkt hat – hier wird es ebenso sein. Die Atomlobby und die uneinsichtigen schwarz-gelben Klientelpolitiker werden sich noch wundern, wozu wir hier fähig sind!"

Reinhold Perlak gratulierte den Organisatoren zu den eindrucksvollen Kundgebungen, die jede Woche in Niederaichbach stattfinden und ermutigte sie, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen. Auch die SPD-Landtagsfraktion werde auf parlamentarischem Wege alles dafür tun, dass der Atomausstieg beibehalten wird. Und Perlak stimmte in den Chor der Demonstranten ein: "Isar 1: ABSCHALTEN!"

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.