Hausärzte bald Mangelware?

Veröffentlicht am 07.11.2010 in Landespolitik

SPD fordert garantierte wohnortnahe Versorgung

Die zunehmende Überalterung der Allgemeinärzte und das Problem, Nachfolger für die Hausarztpraxen zu finden hat der Oberpfälzer SPD-Abgeordnete Reinhold Strobl zum Thema einer Anfrage im Bayerischen Landtag gemacht. Nach Angaben des Bayerischen Hausärzteverbands sind bereits mehr als 4000 der 7500 Hausärzte in Bayern älter als 55 Jahre. Tendenz steigend. „Damit droht das Problem einer Unterversorgung für die Patienten speziell in den ländlichen Gebieten Bayerns“, betont Strobl. „Es besteht die Gefahr, dass Hausarztpraxen geschlossen werden müssen, weil ältere Ärzte keine Nachfolger für die Weiterführung ihrer Praxis gewinnen könnten."

Dies wird durch die Aufkündigung des Gesetzes zu den Hausarztverträgen im Bund weiter erschwert, da angesichts mangelnder finanzieller Zukunftsperspektiven der Nachwuchs bei den Hausärzten nur schwer zu rekrutieren sein wird.

Insbesondere interessiert Strobl, wie Ministerpräsident Horst Seehofer der praktischen Rücknahme des seit 01.01.2009 bestehenden bundesweiten Gesetzes durch FDP-Gesundheitsminister Rösler zustimmen konnte, in dem die Krankenkassen verpflichtet wurden, außerhalb des Systems der Kassenärztlichen Vereinigung mit den Hausärzten so genannte Hausarztverträge abzuschließen. „Dieses Gesetz war notwendig gewesen, die Tätigkeit als Hausarzt auch finanziell angemessen zu honorieren. Jetzt droht uns angesichts der Überalterung der Hausärzte, dass niemand mehr bereit ist, die Praxen von Allgemeinärzten zu übernehmen, weil diese Tätigkeit einerseits viel Einsatz verlangt, andererseits aber finanziell nicht entsprechend honoriert wird“, so Strobl.

Die Allgemeinärzte seinen als erste Anlaufstelle der Patienten von entscheidender Bedeutung für die Qualität des gesamte Gesundheitssystems, so der Abgeordnete. „Gerade in der Oberpfalz können wir uns Lücken im Versorgungsnetz nicht leisten. Gerade angesichts der zunehmenden Zahl von älteren Menschen, die auf gute und rasche ärztliche Hilfe angewiesen sind muss sichergestellt sein, dass eine wohnortnahe Versorgung garantiert ist. Wie die Staatsregierung dieses Problem anzugehen gedenkt, ist das Thema meiner Anfrage.“

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.