Internationaler Frauentag der SPD Schierling und Langquaid

Veröffentlicht am 12.03.2012 in Allgemein

Acht Rosen zwischen zwei Dornen. Na, dann Prösterchen!

Für die Frauen gerechte und gleiche Löhne, armutssichere Jobs und Renten!

Mit einem „Prösterchen“ auf den Internationalen Frauentag und die Frauen in der Region startete der Filmabend der SPD-Ortsvereine Schierling und Langquaid, angeführt von deren Vorsitzenden Madlen Melzer und Kirsten Reiter, sowie der geballten Frauen-Power der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Langquaid, mit Anita Singer an der Spitze, im Schierlinger Sportheim.

Im Mittelpunkt stand der englische Film „We want Sex“, der vom ersten Arbeiterinnen-Streik im London der späten 60er Jahre erzählte und von Marktrat Armin Buchner vorgeführt wurde. Der Regisseur Nigel Cole schilderte in seinem Film den politischen Mut von vergleichsweise wenigen Näherinnen eines Ford-Autowerkes, in einer kleinen Vorstadt von London, in ihrem Kampf für die gleiche Entlohnung wie ihre 50.000 männlichen Kollegen. Erfolgreich zu Ende geführt hat ihn schließlich, Ende der „wilden 60er Jahre“, die „feurige Rote“ Barbara Cole. Als sozialdemokratische Arbeitsministerin in zwei Kabinetten des Labour-Premierministers Harold Wilson und spätere Europaabgeordnete (von 1979 bis 1989) bereitete sie mit dem Tarifabschluss den Weg, der für gleiche Arbeit auch eine gleiche Entlohnung sicherte. Der „Equal Pay Act“ von 1970 ist ein echter Meilenstein der Internationalen Frauenbewegung. Der „Equal Pay Day“ wird in Deutschland jährlich begangen, solange die Lohngleichheít nicht verwirklicht ist. Der provokante deutsche Filmtitel „We want Sex“ führt eigentlich alle in die Irre, die einen Film für Voyeure erwartet hätten. Denn er ist nur die reißerische Abkürzung der Parole der streikenden Fordarbeiterinnen, „We want sex equality pay“ (Wir wollen Geschlechtergerechtigkeit beim Lohn).

Genau um diese „Geschlechtergerechtigkeit“ ging es der SPD-Vorsitzenden Madlen Melzer bei ihrer Begrüßung und Einführung zum Filmabend. Der Grundgesetz-Artikel, „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, stehe bisher mehr auf dem Papier als dass er in der Realität angekommen sei. Madlen Melzer unterstützte deshalb die Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion und der Landtagsfraktion nach gesetzlichen Regelungen für die tatsächliche Lohngleichheit und Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, für einen gesetzlichen Mindestlohn und für reguläre Beschäftigungsverhältnisse an Stelle von Mini-Jobs und „kleiner“ Teilzeit. Ganz weg oder zumindest drastisch reduziert werden müssten auch die Leiharbeit und die befristeten Arbeitsverhältnisse. Niedriglöhne, Mini-Jobs, fehlende und unflexible Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Hürden für Aufstiegsmöglichkeiten in die Männer-Domänen der Vorstandsetagen und Leitungsebenen drohen den Frauenanteil bei den Niedrigrenten zukünftig noch zu erhöhen und das Armutsrisiko für Frauen im Alter zu verschärfen. Dass die neue Versichertenrente für Frauen in den Landkreisen Kelheim und Regensburg im Jahr 2009 im Durchschnitt bei weniger als 460 € und damit deutlich unter dem bayerischen Niveau lag, zeigt nach Meinung von Melzer die dramatische soziale Schieflage. Der Internationale Frauentag habe gerade wegen des Kampfes um soziale und berufliche Gerechtigkeit noch lange nicht seine Berechtigung verloren, betonte sie.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.