Mehr Chancengerechtigkeit im Schulsystem

Veröffentlicht am 12.03.2012 in Bildung

MdB Marianne Schieder: Bayern braucht mehr soziale Gerechtigkeit im Bildungswesen

Marianne Schieder, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion erklärt zur heute veröffentlichten Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund und der Bertelsmann-Stiftung zur Chancengerechtigkeit in Schulen: "Wie viele Studien braucht es noch, bis die Bayerische Staatsregierung endlich aufwacht und für mehr Chancengerechtigkeit im Schulsystem sorgt?"

Zehn Jahre nach der ersten Pisa-Studie belegen die heute vorgelegten Zahlen erneut, dass Kinder mit gleicher Eignung, die aber nicht aus Akademikerfamilien stammen, erheblich schlechtere Chancen haben, ein Gymnasium zu besuchen. Bayern ist in Sachen Ungerechtigkeit wieder einmal Spitzenreiter: Arbeiterkinder haben eine sechs Mal geringere Chance auf ein Abiturzeugnis. Einen wesentlichen Grund sieht die Studie im mangelnden Angebot an Ganztagsschulen, wo Bayern das Schlusslicht bildet. Aus der aktuellen Studie ergeben sich drei wichtige Forderungen, die die bayerische Bildungspolitik endlich beherzigen sollte:
  • Das im Grundgesetz zementierte Kooperationsverbot muss fallen und zwar umfassend. Wir brauchen endlich eine solide Kooperation der Länder und des Bundes. Eine Lockerung nach Schavans Willen nur für die Hochschulen ist vollkommen unzureichend. Die SPD hat hierfür bereits einen zwischen Bund und Ländern abgestimmten Gesetzesentwurf im Bundestag vorgelegt.
  • Wir brauchen einen zügigeren und beherzteren Ausbau der Ganztagsangebote. In Ländern wie Sachsen, Berlin oder Brandenburg liegt der Chancenunterschied für ein Arbeiterkind, ein Abiturzeugnis zu erlangen, nur beim Zweieinhalbfachen. Gleichzeitig sind dort die Ganztagsangebote in Schulen um ein Vielfaches höher. Die SPD-Fraktion arbeitet derzeit an einem bundesweiten Ganztagsschulprogramm.
  • Bayern muss endlich erkennen, dass zwar die Abiturienten im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr gut abschneiden. Doch in keinem anderen Land hängt der Zugang zum Abitur in solchem Umfang vom Geldbeutel der Eltern ab. Die soziale Auslese schlägt voll durch. Es kommen nur die nach oben, deren Eltern die Förderung der Kinder aus eigenen Mitteln begleiten können.
Die SPD fordert seit Jahren eine Schulpolitik, die auch Kindern aus nicht akademischen Elternhäusern mehr Chancen auf eine höhere Bildung einräumt. Entscheidungskriterium muss die Intelligenz der Kinder und nicht der Geldbeutel der Eltern sein.
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.