Intensive Debatte mit Bahnvorstand Pofalla zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Marktredwitz-Regensburg

Veröffentlicht am 22.11.2016 in Presse

Bahnvorstandsmitglied Ronald Pofalla bei seinem Vortrag.

Seit Jahrzehnten ist sie in der Oberpfalz in der Diskussion – die Elektrifizierung der Bahnstrecke Marktredwitz-Regensburg. „Nun ist sie durch die geplante Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans in greifbarer Nähe“, eröffnete MdB Uli Grötsch die Veranstaltung zur „Zukunft der Bahn in der Oberpfalz“ im Rothenstädter Lehner-Saal. Hauptreferent der Diskussionsrunde, zu dem der Weidener SPD-Bundestagsabgeordnete zusammen mit MdEP Ismail Ertug und MdB Marianne Schieder eingeladen hatte, war Bahnvorstandsmitglied Ronald Pofalla.

Grötsch erläuterte in seiner Begrüßung, die Mandatsträger in der Region hätten sich immer für die Elektrifizierung stark gemacht. „Akzeptanz für die Elektrifizierung wird es aber nur dann geben, wenn diese mit adäquaten Lärmschutzmaßnahmen einher geht und auch der Region direkt nutzt – beispielsweise durch deutliche Verbesserungen im Personenverkehr.“

Pofalla bekannte, auch die Deutsche Bahn AG habe ein Interesse daran, adäquate Lärmvorsorgemaßnahmen an der Strecke umzusetzen. Ausschlaggebend dafür sei jedoch, ob es sich bei der Elektrifizierung um eine „wesentliche Änderung“ nach der 16. Bundes-Immissionsschutzverordnung handle. Diese Frage könne aber erst im Planfeststellungsverfahren abschließend geklärt werden. „Ich kann Ihnen aber versprechen, dass wir dabei die rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wollen“, betonte Pofalla.

Ein Großteil der Diskussion mit dem Publikum drehte sich anschließend um die damit aufgeworfene Frage, ob ebendiese Voraussetzungen für Lärmvorsorgemaßnahmen erfüllt seien. „Definitiv ja“, meinen dazu die SPD-Abgeordneten – und verweisen dabei auch auf einen im Deutschen Bundestag beschlossenen Antrag, nach dem „bei der Realisierung von Schienengütertrassen im Rahmen der Verkehrskorridore des TEN-Verkehr-Kernnetzes die rechtliche Gleichstellung von Ausbaustrecken an Neubaustrecken sicherzustellen“ sei. „Diese eindeutige Willensbekundung des Deutschen Bundestages muss jetzt durch die zuständigen Bundesministerien umgesetzt werden“, forderte Grötsch. „Hier hakt es momentan noch, aber wir werden da nicht locker lassen.“

Peter Exner und Thomas Kraus vom „Forum Bahnlärm Güterkorridor Naabtal 21“ verwiesen darauf, dass man schon seit 2010 intensiv an dem Thema dran sei – in guter Zusammenarbeit mit Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitikern aller Parteien. Die in der letzten Woche veröffentlichte Ostbayernresolution sei ein herausragendes Beispiel dafür, „dass die Region in dieser Frage mit einer Stimme spricht“. Beide forderten Nachbesserungen bei den rechtlichen Voraussetzungen. „Wenn die derzeitigen Vorgaben nicht ausreichen, dann ist die Politik gefordert, hier nachzubessern.“ 

MdB Marianne Schieder nahm den Ball auf und sagte zu, „dass wir natürlich intensiv prüfen, in welcher Weise wir die Rechtssicherheit am besten garantiert bekommen.“ Die Verhandlungen über den neuen Bundesverkehrswegeplan seien hier einer von mehreren Ansatzpunkten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.