Schulbedarf soll günstig zur Verfügung gestellt werden

Veröffentlicht am 22.11.2016 in Kreisvorstand

Landkreis-SPD überreicht Kirchweih-Spende an den neuen Schulbedarfsladen in Rottenburg

Die Sorgen und Nöte der Familien in Bayern standen im Mittelpunkt des Kirchweihsonntags des SPD-Kreisverbands. In verschiedenen Talkrunden wurde über die Situation der Familien im ländlichen Raum, Familienunterstützung aber auch die besonderen Herausforderungen für Alleinerziehende diskutiert. Dabei wurde auch deutlich, dass gerade der Schulbedarf für Familien mit schulpflichtigen Kindern immer wieder große Lücken in die Haushaltskasse reißt. Was es in Vilsbiburg und Altdorf schon lange gibt – nämlich einen Schulbedarfsladen, in dem Familien vergünstigt einkaufen können, soll nun auch in Rottenburg Realität werden.

Deshalb hat sich die Kreisvorstandschaft mit den Vorstandsmitgliedern Ruth Müller, Sebastian Hutzenthaler, Peter Forstner, Filiz Cetin und Gerhard Babl dazu entschlossen, den diesjährigen Erlös des Kirchweihsonntags an den Schulbedarfsladen der Diakonie zu spenden. Für den ehrenamtlichen Betrieb dieses Ladens, der beim Gebrauchtwarenhaus „Hab und Gut“ angesiedelt werden soll, hat Johanna Behrens von der Diakonie Landshut die pensionierte Lehrerin Rosa Lummer gewinnen können. Aus ihrer eigenen beruflichen Erfahrung weiß sie, wie schwer es manchen Familien fällt, alle Schulhefte, Arbeitsmappen und Materialien zum Schuljahresanfang zu erwerben. Im regelmäßigen Treffen bei der „sozialen Runde Rottenburg“ entstand die Idee, einen Schulbedarfsladen zu gründen, der nun mit Startkapital ausgestattet werden muss, bevor er seine Arbeit aufnehmen kann. „Für viele Familien, die aufstocken müssen, ist eine finanzielle Entlastung wichtig“, machte Johanna Behrens deutlich. Sie sei froh, mit Rosa Lummer eine so engagierte Frau gefunden zu haben, die diese Aufgabe mit Herzblut ausfüllt. Stellvertretender Kreisvorsitzender Sebastian Hutzenthaler konnte aus seiner eigenen Erfahrung als Schulleiter berichten, dass ein vergünstigter Einkauf für Familien mit geringem Einkommen eine große Entlastung wäre. „Das monatliche Gehalt reicht oftmals gerade so für Miete, Strom und Lebensmittel, wenn etwas Unvorhergesehenes passiere, sei kein Geld mehr da“, berichtete Johanna Behrens. Ihr geht es vor allem auch darum, Familien, die in versteckter Armut leben, Mut zu machen, sich helfen zu lassen. „Unser Schulbedarfsladen will unabhängig von Konfession, Familienstand und Herkunft für alle, die vom Pfarramt, der Schulsozialberatung, der Diakonie oder Caritas eine Bescheinigung erhalten haben, eine Anlaufstelle für einen vergünstigten Einkauf sein“, so Johanna Behrens.

Ein Grundstock von rund 5.000 Euro, der sich aus Spenden zusammensetzt, ist für den Anfang nötig, erläuterte Rosa Lummer. Derzeit sei man dabei, mit Hilfe Ehrenamtlicher und Sponsoren den Verkaufsraum vorzubereiten und hoffe, zum Zwischenzeugnis im Februar genug Spenden gesammelt zu haben, um an den Start zu gehen. Man brauche auch Multiplikatoren in den Gemeinden, aus denen Familien im Schulbedarfsladen einkaufen können, bat Behrens auch Bürgermeister Peter Forstner aus Neufahrn und Altbürgermeister Arno Wolf aus Pfeffenhausen um Unterstützung. Das Einzugsgebiet werde neben Rottenburg nämlich auch noch Hohenthann, Pfeffenhausen, Ergoldsbach, Neufahrn, Bayerbach und Obersüßbach umfassen.

Die Kreisvorsitzende Ruth Müller bedankte sich für die engagierte Umsetzung dieses sozialen Projekts der Diakonie und überreichte gemeinsam mit ihren Kreisvorstandskollegen und Stadträtin Angelika Wimmer eine Spende in Höhe von 250 Euro an Rosa Lummer und Johanna Behrens.

Foto: Die SPD-Kreisvorstandschaft überreicht eine Spende an Rosa Lummer und Johanna Behrens (4. und 5. v. l.)

Info: Spendenkonto Diakonisches Werk Landshut e. V. – IBAN De65 743 500 00 00000 23590 Verwendungszweck: Spende Schulbedarfsladen Rottenburg

 

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.