Identität des Landkreises muss erhalten bleiben

Veröffentlicht am 28.02.2011 in Wahlen

Leserbrief aus der Landshuter Zeitung vom 23. Februar zur geplanten Wahlkreisreform

Die große Empörung über das Gutachten des Zukunftsrats ist noch nicht ganz verhallt, schon wird der Vorschlag des Bundeswahlleiters wohl Realität werden. „Der ländliche Raum müsse gestärkt werden“ – „dem demographischen Wandel wolle man entgegentreten“ und CSU-Politiker forderten sogar einen eigenen „Zukunftsrat ländlicher Raum“. Wie der bisherige, von der CSU und Ministerpräsident Seehofer installierte Zukunftsrat gearbeitet hat ist hinlänglich bekannt. Was wird dann wohl rauskommen, wenn ein zweiter Zukunftsrat von derselben Partei (diesmal von der CSU Landesgruppe in Berlin) für den ländlichen Raum installiert werden soll?

Mit der geplanten Wahlkreisreform, bei der ein Teil des Landkreises Landshut in den Bundeswahlkreis 230 Rottal-Inn abgegeben werden soll, werden diese Forderungen ad absurdum geführt. Über 50.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Landshut sollen sich politisch ins Rottal orientieren – wirtschaftlich, kulturell und schulisch sind jedoch die meisten dieser Bürgerinnen und Bürger in die Mitte des Landkreises Landshut hinein orientiert. Die Arbeitnehmer pendeln größtenteils Richtung Landshut und nicht nach Eggenfelden oder Pfarrkirchen.

So wie der Bundeswahlkreis jetzt besteht, aus Stadt und Landkreis Landshut sowie dem Landkreis Kelheim bildet er eine harmonische Einheit zwischen Vilstal, Isar, Abens, Laaber, der Hallertau und Altmühl. Wenn der Bundeswahlkreis nun zerschnitten wird, koppelt man dadurch einen Teil des Landkreises Landshut ab. Gerade die Jugend aus den Gemeinden Postau, Weng, Wörth, Niederaichbach, Kröning, Aham, Gerzen, Schalkham, Geisenhausen, Vilsbiburg, Bodenkirchen, Vilsheim, Altfraunhofen, Baierbach, Neufraunhofen, Velden und Wurmsham ist durch schulischen Angebote wie Gymnasien, FOS, BOS, Berufsschulen und Fachhochschule sehr stark nach Landshut orientiert. Die so gewonnene Identifikation mit der Region Landshut geht dann wohl verloren.

Angesichts der viel beklagten Politikverdrossenheit sollte in der Wahlkreiskommission auch darüber nachgedacht werden, dass dadurch auch die politische Präsenz eines Abgeordneten in seinem Wahlkreis, der im Falle einer Umorientierung für drei Landkreise zuständig wäre, sinkt. Der Wahlkreis erstreckt sich dann von Vilsheim bis Simbach am Inn an der Grenze zu Österreich nahezu 200 km quer durch Niederbayern. Mit dieser Maßnahme wird nicht das Gefühl vermittelt, dass der ländliche Raum gestärkt wird. Eher das Gegenteil wird der Fall sein.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.