Historischer Themennachmittag: 7.11. um 17 Uhr in Pfaffenberg

Veröffentlicht am 30.10.2010 in Veranstaltungen

Die Revolutionäre Carl und Ludwig Gandorfer

Im Rahmen der historischen Themennachmittage bietet der SPD-Arbeitskreis Labertal mit seinen Ortsvereinen Veranstaltungen zu bedeutsamen Stätten und Ereignisse in der Region. Nach den „Todesmärschen im Labertal“ (KZ-Evakuierung von Flossenbürg bis Ergoldsbach) vom 14. März dieses Jahres und der Gedenkfeier am Jüdischen Ehrenmal Steinrain vom 08. Mai geht man um eine Generation zurück ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts. Der historische Blick richtet sich auf den 7. und 8. November des Jahre 1918: Ende der Wittelsbacher Monarchie und Ausrufung des Freistaats Bayern.

Der Referent Oberstudienrat Franz Graf geht der Frage nach, welche Rolle zwei Pfaffenberger Bauernrebellen in diesem Kontext gespielt haben. „Ein Bürgermeister/ Landtagsabgeordneter/ Reichstagsabgeordneter aus Pfaffenberg – Carl Gandorfer (1875 – 1932) und sein Bruder Ludwig (1880 – 1918), der Revolutionär“ lautet der Titel seines Vortrags am Sonntag um 17 Uhr im Brauereigasthof Stöttner.

Neben einem Büchertisch zum Thema werden zunächst bisherige Forschungsansätze zur „revolutionären Zelle Zollhof“ skizziert, danach Schwerpunkte eigenen Forschens vorgestellt, etwas Carls Aktivitäten als Kanonier im Königlich-Bayerischen Fußartillerieregiment und zugleich Landtagsabgeordneter im 1. Weltkrieg. Seit kurzem sind seine Kriegstagebücher und Militärgerichtsakten zugänglich gemacht worden. Geklärt werden soll auch das Verhältnis zwischen den Familien Gandorfer/Pfaffenberg und Liebknecht/Berlin. Abschließend geht es um Carl Gandorfers Kampf gegen den aufkommenden Nationalsozialismus bis zum gewonnen Prozess gegen den NS-Agitator und Schullehrer Graßl vor dem Landgericht Straubing.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.