Reihenweise Hakenkreuzen auf Autos mit geritzt - aber Kripo Straubing verharmlost als „wissen eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie da tun“
Gleich reihenweise wurden am Wochenende in Straubing/Ittling Hakenkreuze in Autos eingeritzt. Der Gesamtschaden hegt nach Angaben der Polizei im fünfstelligen Bereich.
In der Nacht auf Samstag wurden in Straubing/Ittling insgesamt acht am Fahrbahnrand geparkte Fahrzeuge durch einen oder mehrere unbekannte Täter beschädigt. In allen Fällen ritzten die Unbekannten in die Motorhaube des Fahrzeugs jeweils ein Hakenkreuz. Ein weiterer Fall wurde später auch in der Dr,-Kumpfmühler-Straße bekannt; dieses beschädigte Fahrzeug wurde zudem auch noch rundum vollständig verkratzt. Der angerichtete Gesamtschaden wird auf fast 25.000 Euro (!)geschätzt.
Die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen führt das Kommissariat Staatsschutz der Kripo Straubing.
Dass eine derartige Menge von Fahrzeugen mit Hakenkreuzen verkratzt werden, ist durchaus ungewöhnlich. „Einzelfälle von Sachbeschädigungen gibt es schon immer wieder mal", erklärt Klaus Pickel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, auf Anfrage des Straubinger Tagblatts. ,,So eine Serie ist mir persönlich in den letzten Jahren aber nicht bekannt." Dass die Täter dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, will Pickel nicht aus schließen. Allerdings würden solche Sachbeschädigungen in vielen Fällen von meist jungen "Leuten begangen, „die eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie da tun".
Bei wesentlich geringfügigen Schäden durch Aufkleber der Antifa z.B. in Geiselhöring hat die Polizei keine Bedenken von Straftaten linksextremer Gruppen zu sprechen, die selbstverständlich auch Einzug in den Verfassungsschutzbericht finden.
Hakenkreuze sind Hakenkreuze – und sie wissen sehr wohl was sie tun!