Hakenkreuze sind Hakenkreuze – und sie wissen sehr wohl was sie tun!

Veröffentlicht am 05.10.2010 in Regionalpolitik

Reihenweise Hakenkreuzen auf Autos mit geritzt - aber Kripo Straubing verharmlost als „wissen eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie da tun“

Gleich reihenweise wurden am Wochenende in Straubing/Ittling Hakenkreuze in Autos eingeritzt. Der Gesamtschaden hegt nach Angaben der Polizei im fünfstelligen Bereich.

In der Nacht auf Samstag wurden in Straubing/Ittling insgesamt acht am Fahrbahnrand geparkte Fahrzeuge durch einen oder mehrere unbekannte Täter beschädigt. In allen Fällen ritzten die Unbekannten in die Motorhaube des Fahrzeugs jeweils ein Hakenkreuz. Ein weiterer Fall wurde später auch in der Dr,-Kumpfmühler-Straße bekannt; dieses beschädigte Fahrzeug wurde zudem auch noch rundum vollständig verkratzt. Der angerichtete Gesamtschaden wird auf fast 25.000 Euro (!)geschätzt.

Die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen führt das Kommissariat Staatsschutz der Kripo Straubing.

Dass eine derartige Menge von Fahrzeugen mit Hakenkreuzen verkratzt werden, ist durchaus ungewöhnlich. „Einzelfälle von Sachbeschädigungen gibt es schon immer wieder mal", erklärt Klaus Pickel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, auf Anfrage des Straubinger Tagblatts. ,,So eine Serie ist mir persönlich in den letzten Jahren aber nicht bekannt." Dass die Täter dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, will Pickel nicht aus schließen. Allerdings würden solche Sachbeschädigungen in vielen Fällen von meist jungen "Leuten begangen, „die eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie da tun".

Bei wesentlich geringfügigen Schäden durch Aufkleber der Antifa z.B. in Geiselhöring hat die Polizei keine Bedenken von Straftaten linksextremer Gruppen zu sprechen, die selbstverständlich auch Einzug in den Verfassungsschutzbericht finden.

Hakenkreuze sind Hakenkreuze – und sie wissen sehr wohl was sie tun!

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.