Gottes Zeichen sind Gelegenheiten

Veröffentlicht am 05.12.2010 in Umwelt

Pfarrer i. R. Christian Reich sprach bei der Mahnwache in Niederaichbach

Passend zur besinnlichen Adventszeit sprach bei der Mahnwache am 29. November der evangelische Pfarrer im Ruhestand, Christian Reich bei der Mahnwache über den Schöpfungsauftrag der Bibel und die Sichtweise der evangelische Kirche zur Nachhaltigkeit. Er erinnerte an den Ökumenischen Kirchentag in München im Mai 2010, der sich auch mit den drängenden ökologischen Fragen unserer Zeit beschäftigte:
  • Klima und Energie
  • Mobilität
  • Sicherung der Welternährung
  • zukunftsfähiger Lebensstil.
Der Stand „Ökumenische Gemeinschaft“ zusammen mit der Bundesstiftung „Umwelt im Zentrum“, war sehr erfolgreich. Viele Umweltbewegte und Umweltinteressierte kamen hier mit der kirchlichen Umweltarbeit in Kontakt. Am 5. November hatte die agu (Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten) im Zusammenhang mit ihrer Herbsttagung ein Papier mit Informationen über die neuen Entwicklungen der Energiepolitik in Deutschland herausgegeben und aufgefordert, die Geschehnisse aufmerksam zu verfolgen, sich öffentlich zu äußern und die alltägliche Praxis in ihren Landeskirchen verstärkt am Leitbild eines zukunftsfähigen Umgangs mit Energieträgern auszurichten. Die EKD (Evang. Kirche in Deutschland) hat sich zu der aktuellen Situation geäußert und die Bitte ausgesprochen, dass die Synoden der Landeskirchen, die dies bisher nicht getan haben, sich mit den genannten Themen zu befassen. Es kommt also Bewegung auf. “Wenn ihr im Westen eine Wolke aufsteigen seht, sagt ihr alsbald: Es kommt Regen, und es geschieht so. Und wenn ihr den Südwind wehen seht, sagt ihr: Es wird Gluthitze geben, und es geschieht. Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu beurteilen. Wie kommt es, dass ihr die Zeichen dieser Zeit nicht beurteilt?“ sprach Jesus zur Volksmenge. Zeichen sind Gelegenheiten! Werden sie nicht wahrgenommen, werden sie zu verpassten Gelegenheiten. Gott spricht zu den Menschen durch Zeichen. Seit Jahren werde man gewarnt, dass die heutigen klimatischen Bedingungen aus den Fugen geraten werden, wenn man sich nicht dazu entschließe, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu senken. Immer deutlicher wird es, dass man einen selbstmörderischen Kurs steuere. "Und doch gehen wir an diesem Zeichen vorüber", so Pfarrer Christian Reich. So wie zu Jesu Zeiten lassen wir uns das Wetter von morgen voraussagen, verschließen aber die Augen vor der längerfristigen Gefahr. Warum ist es so schwierig, selbst so deutliche Zeichen zu lesen? Die Antwort lässt keinen Zweifel: Weil Gottes Stimme der Dynamik des menschlichen Lebens zuwiderläuft. Geldgier und Profit sind wichtiger. Gottes Schöpfung ist ein kompliziertes Gewebe, in das der Mensch nicht willkürlich eingreifen kann. Macht, Geld und Profitgier lässt ihn vergessen, dass er selbst Teil der Schöpfung ist. Er sieht die Natur als Bühne der Entfaltung, als Objekt seiner Wünsche und Begierde. Dabei sollte die Schöpfung, die uns umgibt, zum Partner werden, den es zu respektieren gilt.
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.