

Aus jedem niederbayerischen Landkreis waren Vertreter eingeladen, um sich von dem freien Journalisten Jan Nowak über Neonazismus und extreme Rechte in Niederbayern zu informieren. Für die SPD im Landkreis Landshut nahm die Kreisvorsitzende Ruth Müller an der Gründung des "SPD-Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus" teil.
Die „Rechten“ sind nicht mehr eindeutig als solche erkennbar, sie verstecken sich hinter zweideutigen Logos und Organisationen, die Schlagworte wie Umwelt- , Tier, und Klimaschutz oder auch Freiheit in ihrem Namen tragen, informierte der Journalist. Es fänden sich unter deren Mitgliedern auch Personen, die gesellschaftlich hoch anerkannte Positionen innehaben. Der neue „Rechte“ sei eben nicht mehr der typische Glatzkopf mit Bomberjacke und Springerstiefeln.
Besorgniserregend sei auch das regelmäßige monatliche Aufmarschieren der extremen Rechten in Niederbayern, stellte man übereinstimmend bei der Gründungsversammlung fest. Deshalb wolle man mit der Formatierung des Arbeitskreises den sich häufenden Umtrieben rechtsextremer Gruppen ein Gegengewicht entgegen setzen.
Im Rahmen dieses Arbeitskreises sollen zukünftig weitere Aktionen in allen neun Landkreisen, wie Ausstellungen und Diskussionsabende, stattfinden. Ziel ist es, die Landkreise zu vernetzen, um gemeinsam gegen den Neonazismus vorgehen zu können. Alle Genossinnen und Genossen waren sich darin einig, den „Rechten“ keinen Platz für deren menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ansichten zu lassen.
„Unsere Erfahrung mit dem AK Labertal zeigt, dass die überregionale Zusammenarbeit sehr wichtig und gewinnbringend ist. Dies hilft allen Beteiligten. Es entsteht sozusagen eine Win- Win-Situation“ berichtete Ruth Müller über ihre positive Erfahrungen in der gemeinde- und landkreisübergreifenden Zusammenarbeit. Gerade mit der Bonhoeffer-Ausstellung, die 10 Wochen lang in Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchen in der Region präsentiert werden konnte, habe man weit über 1.000 Besucher quer durch alle Bevölkerungs- und Altersgruppen erreicht. Und für das Jahr 2011 sind für den AK Labertal und den Landkreis Landshut auch schon die ersten Ideen in Planung.
Bildunterschrift:
Gründungsversammlung des SPD-Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus - für die SPD im Landkreis Landshut ist die Kreisvorsitzende Ruth Müller (2. v. r.) die Vertreterin
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.