Gemeinsam gegen Rechts

Veröffentlicht am 04.12.2010 in Arbeitsgemeinschaften

NiederbayernSPD gründet Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus

Genossinnen und Genossen aus allen niederbayerischen Landkreisen wurden von dem freien Journalisten Jan Nowak über Neonazismus und extreme Rechte in Niederbayern informiert. Nach der Klärung der hierfür relevanten Begriffe vermittelte Jan Nowak einen Überblick über die Strukturen und Aktivitäten der neonazistischen Szene in niederbayerischen Raum. Besonders erschreckend sei das Entstehen neuer Gruppierungen, in welchen sich vor allem junge Menschen zusammenschließen.

Außerdem sind die „Rechten“ nicht mehr eindeutig als solche erkennbar, sie verstecken sich hinter zweideutigen Logos und Organisationen, die Schlagworte wie Umwelt-, Tier, und Klimaschutz oder auch Freiheit in ihrem Namen tragen. Es fänden sich unter deren Mitgliedern auch Personen, die gesellschaftlich hoch anerkannte Positionen innehaben. Der neue „Rechte“ sei eben nicht mehr der typische Glatzkopf mit Bomberjacke und Springerstiefeln.

„Besorgniserregend ist auch das regelmäßige monatliche Aufmarschieren der extremen Rechten in Niederbayern.“ so Katja Reitmaier. Um den sich häufenden Umtrieben rechtsextremer Gruppen ein Gegengewicht entgegen zu setzen, nutzen die SPD-Mitglieder das Treffen zur Formierung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Zur Sprecherin wurde Katja Reitmaier ernannt.

„Für mich ist es ein großes Anliegen, den Bürgern vor Ort zu helfen und ihnen eine Unterstützung anbieten zu können, vor allem wenn sie wenig Erfahrung in der Auseinandersetzung mit den extremen Rechten haben“ erläutert Katja Reitmaier.

Im Rahmen dieses Arbeitskreises sollen zukünftig weitere Aktionen in allen neun Landkreisen, wie Ausstellungen und Diskussionsabende, stattfinden. Ziel ist es, die Landkreise zu vernetzen, um gemeinsam gegen den Neonazismus vorgehen zu können. Alle Genossinnen und Genossen waren sich darin einig, den „Rechten“ keinen Platz für deren menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ansichten zu lassen. „Man darf nicht einfach nur tatenlos zusehen und darauf hoffen, dass sich das von selbst erledigt, sondern wir müssen aktiv gegen die Rechten vorgehen!“ betonte Bettina Blöhm.

„Unsere Erfahrung mit dem AK Labertal zeigt, dass die überregionale Zusammenarbeit sehr wichtig und gewinnbringend ist. Dies hilft allen Beteiligten. Es entsteht sozusagen eine Win-Win-Situation.“ berichtet Ruth Müller, AK-Mitglied und Kreisvorsitzende im Landkreis Landshut. „Gemeinsam werden wir effektiv handeln gegen Rechtsextremismus und Neonazis.“

Zu erreichen ist der AK Rechtsextremismus unter der E-Mail-Adresse arbeitskreis@spd-niederbayern.de

Bild: Die NiederbayernSPD diskutierte mit Referent Jan Nowak (r.) über Rechtsextremismus in Niederbayern: Petra Penzkofer-Hagenauer (v.l.), Inge Slowik, Robert Kröll, Katja Reitmaier (Sprecherin des AK Rechtsextremismus), Johannes Faden, Bettina Blöhm und Ruth Müller.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.