Gewalt gegen Frauen stoppen!

Veröffentlicht am 25.11.2016 in Presse

Schläge, Tritte, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung: Diese und andere Formen von Gewalt gegen Frauen sind in Europa noch immer alltäglich. Anlässlich des Internationalen Aktionstages am Freitag, 25. November, fordert die Europa-SPD daher eine stärkere Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen. Hierzu soll die EU-Kommission die bereits im Frühjahr in Aussicht gestellte Ratifizierung der sogenannten Istanbuler Konvention beschleunigen. Das Parlament in Straßburg hat einem Entschließungsantrag, der diese Forderung unterstützt, am Donnerstag, 24. November, zugestimmt. Bei der Istanbul Konvention handelt es sich um ein Übereinkommen des Europarats, das Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt verhindern helfen soll.

„Zuviele Frauen leiden in Europa tagtäglich an psychischer und physischer Gewalt. Trotz der Fortschritte im Bereich Gleichberechtigung der Geschlechter finden diese Menschenrechtsverletzungen bei uns nach wie vor statt, werden geduldet oder heruntergespielt. Dagegen müssen wir vorgehen, denn dies lässt sich nicht mit unserem Wertesystem vereinbaren", erläutert Ismail Ertug, SPD-Europaabgeordneter und ergänzt "wir brauchen eine wirksame und konsequente Bekämpfung und auch Bestrafung von Gewalt gegen Frauen".

"Deshalb ist die Ratifizierung der Istanbuler Konvention entscheidend darin, Gewalt gegen Frauen in allen EU-Mitgliedstaaten zu stoppen. Dies übt auch Druck auf die Mitgliedstaaten aus, die bisher noch nicht ratifiziert haben", kommentiert der Amberger Sozialdemokrat.

Die Istanbuler Konvention schreibt unter anderem fest, dass Hilfsangebote wie Frauenhäuser oder Notrufnummern ausgebaut werden und die Gleichheit von Frauen und Männern in den jeweiligen Verfassungen verankert werden müssen. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten haben das Übereinkommen unterschrieben, aber erst 14 haben es ratifiziert. Die SozialdemokratInnen drängen darauf, dass neben den Mitgliedstaaten auch die EU das Übereinkommen ratifiziert. Die EU-Kommission hat bereits im März dieses Jahres Zustimmung dazu signalisiert. Fortschritte sind seither jedoch nicht bekannt geworden.

"Es ist jetzt an der Zeit, dass die Kommission liefert, damit Gewalt gegen Frauen endlich gestoppt werden kann", so Ertug abschließend.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.