Geschichtswerkstatt im Kloster Mallersdorf

Veröffentlicht am 11.11.2014 in Veranstaltungen

Sind gespannt auf die eingereichten Fundstücke aus dem Raum Mallersdorf-Pfaffenberg: (v.l.) 3. Bürgermeister Martin Kreutz, Sr. Melanie und Organisator Rainer Pasta.

 

„Weihnachten sind wir wieder zuhause“

Mallersdorf-Pfaffenberg erinnert sich am 15./16. November

Zur mittlerweile fünften Station der „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“, nach Ergoldsbach, Geiselhöring, Rohr und Sünching, sind am kommenden Samstag, den 15. November von 13.30 bis 16 Uhr die Bürgerinnen und Bürger in Mallersdorf-Pfaffenberg dazu eingeladen, im Kloster Mallersdorf/Realschule ihre Fundstücke aus Familienbesitz vorzulegen. Die Objekte werden dort fotografiert, bewertet und dokumentiert. Sie können danach gleich wieder nach Hause mitgenommen werden - oder für den darauffolgenden Tag der offenen Tür am Sonntag, den 16. November von 13.30 bis 16 Uhr ausgestellt werden. „Wie sich bisher gezeigt hat, werden in vielen Familien Erinnerungs-Stücke bis heute aufbewahrt - jetzt können sie in einem größeren Zusammenhang betrachtet werden“, so 3. Bürgermeister Martin Kreutz. Weitere Aktionstage sind in Schierling und Rottenburg geplant. Eine gemeinsame Ausstellung der Labertalgemeinden mit einem „Historischen Themenabend 1. Weltkrieg“ gestaltet der AK Labertal am 21. Dezember im Haus der Generationen in Mallersdorf-Pfaffenberg.

Schwestern aus dem Kloster unterstützten Feldlazarette

Eine besondere Bedeutung hatte dabei das Kloster Mallersdorf, wo sowohl des Vereinslazarett des Roten Kreuzes, als auch des Distriktkrankenhaus angesiedelt war. Bereits wenige Wochen nach Kriegsbeginn rückten auch viele Schwestern aus dem Kloster ins Kriegsgebiet aus, um dort die Feldlazarette zu unterstützen. Doch auch der Krieg auf dem Balkan betraf viele Mallersdorfer Schwestern direkt. Nicht alle kamen aus dem Einsatz in den Kriegsgebieten wohlbehalten zurück. Doch auch Zuhause war man nicht untätig und die Frauenvereine organisierten Kochkurse oder Hilfsaktionen und fertigten sogar Schuhe aus Stoff- und Lederresten.

Oftmals landeten Flieger auf den Laberwiesen

Aus den Berichten des „Laberboten“ ist zu erfahren, dass oftmals Flieger auf den Labertalwiesen zwischen Mallersdorf und Pfaffenberg bzw. Ober- und Niederlindhart landeten. Einmal weil es Piloten aus der heutigen Großgemeinde waren, die einen Übungsflug zum Besuch der Heimat nutzten, ein andern Mal waren es technische Defekte oder dichter Nebel, die die Piloten auf die Erde herunterzwangen. Wollte die Maschine nicht wieder starten, wurde sie schon mal zerlegt und per Bahn nach Schleißheim zurück geschafft, wo die Flieger starteten und nach Regensburg (bzw. zurück) unterwegs waren. Auch hierzu müsste es viele Bilder geben, die auf so manchem Dachboden oder im wohlbehüteten Fotoalbum vor sich hin schlummern, ist sich AK-Sprecher Rainer Pasta sicher.

 

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.