Für einen Regierungs- und Politikwechsel in Berlin

Veröffentlicht am 20.11.2012 in Wahlen

MdL Johanna Werner Muggendorfer (re.) mit den beiden BT-Kandidaten - Johanna Uekermann und Harald Unfried

Aus dem AK Labertal für den Bundestag

Auf dem Bezirksparteitag der niederbayerischen Sozialdemokraten am vergangenen Wochenende in Plattling wurden aus dem AK Labertal Johanna Uekermann (Straubing-Bogen/Regen) und Harald Unfried (Landshut-Kelheim) zur Ablösung der Regierung Merkel ins Rennen geschickt. Der AK Labertal gratuliert den beiden und freut sich mit den beiden - sowie mit Karl Söllner aus dem Lkr. Regensburg – auf einen ambitionierten Bundestagswahlkampf.

Für einen Regierungs- und Politikwechsel in Berlin berücksichtigt die SPD im Sinne der Chancengleichheit im Gegensatz zur CSU auch die SPD –Frauen. Erstmals steigt die 25-jährige Studentin Johanna Uekermann für den Bundeswahlkreis Straubing-Bogen/Regen in den Ring, um ein Bundestagsmandat für die Region zu holen.

Johanna Uekermann will vor allem für die Rechte und Nöte ihrer Generation kämpfen. Sie forderte, dass Politik für etwas und nicht gegen etwas kämpfen müsse. Dies sei im Sinne der Sozialdemokratie der gesellschaftliche Fortschritt. Die Politik von Schwarz-Gelb verkomme immer mehr zum politischen Basar, wo der Kuhhandel zwischen den Koalitionären das politische Tagesgeschäft bestimme. Sie stehe für eine mutige Politik, die klar und schlüssig die gesteckten Ziele verfolge. Sie, so Uekermann weiter, wolle Politik nicht für alle machen – aber Politik für Arbeitnehmer, für Jung und Alt, für Männer und Frauen, also für die Mehrheit der Gesellschaft.

Der Landshuter SPD- Direktkandidat Harald Unfried wurde von den Delegierten mit dem besten Stimmergebnis aller Kandidaten ausgestattet. Bereits im Bundestagswahlkampf 2008 unterstützte ihn der AK Labertal nach Kräften.

Der 48-jährige Verwaltungsfachwirt der Deutschen Rentenversicherung begeisterte die Zuhörer in seiner Vorstellungsrede zum Thema soziale Ungerechtigkeit in Deutschland, was ihm lang anhaltenden Applaus und 96,7 Prozent der Stimmen einbrachte. Harald. Unfried bescheinigte der schwarz-gelben Regierung keinen Nutzen für Land und Leute zu haben – das hätte man sogar der Regierung Kohl durch die deutsche Einheit noch zugestehen müssen. Die Regierung Merkel betreibe lediglich Klientelpolitik zum Nutzen einiger. In gewohnt klarer und deutlicher Art und Weise forderte er, dass Arbeit nicht mehr und mehr entwertet werden dürfe. Lohnstagnation trotz Aufschwung und eine Rente unter 900 Euro brutto trotz 48 Jahre lückenlosen Beitragsverlaufs, sorge dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich – und damit die Solidarität in der Gesellschaft - weiter auseinander driften. Unfried forderte ein sofortiges Ende des Erpressungspotentials der „systemrelevanten“ Banken gegenüber dem Staat und dem Steuerzahler.

Ebenfalls neu im Niederbayern-Kader für die Bundestagswahl ist Christian Flisek. Der 38-jährige Jurist ist als Student nach Passau gekommen und dort geblieben. Seit 2011 ist er stellvertretender Vorsitzender der niederbayerischen SPD und den Labertalern aus dem Europawahlkampf 2009 wohl bekannt. Dem entsprechend positionierte er sich auch und warf der CSU eine „Europapolitik auf dem Niveau einer Wirtshausschlägerei“ vor.

Landeslistenplätze werden am 8. Dezember vergeben
Wie schon seit einigen Legislaturperioden führte die SPD auch dieses Mal wieder eine Männer- und eine Frauenliste. Bei der Aufstellung der Landesliste in Dingolfing am 8. Dezember, werden die Männer- und die Frauenliste zusammengeführt. Dann wird sich zeigen, welcher niederbayerische Kandidat eine reelle Chance auf ein Bundestagsmandat hat. 2009 schaffte es aus fünf Kandidaten nur einer in den Bundestag, 2005 waren es noch die ersten drei Kandidaten. Mit einem guten Ergebnis und einer Ablösung der schwarz-gelben Regierung durch Rot-Grün hofft auch die Region Labertal endlich mit mindestens einem Abgeordneten in Berlin vertreten zu sein.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.