Gesunde Ernährung ein Bestandteil des Krippenalltags

Veröffentlicht am 20.11.2012 in Kreistagsfraktion

Die Kreisräte waren von den Kochkünsten, hier mit der Kürbiskremsuppe, von „Oma Wally“ begeistert.

SPD-Kreistagsfraktion besuchte die AWO-Kinderkrippe und informierte sich über Betreuungssituation und Verpflegungskonzept

Den Themenbereich "Gesunde Ernährung und Verbraucherschutz" im Rahmen des SPD-Bürgerdialogs bearbeitet die SPD im Landkreis Landshut. Die SPD-Kreistagsfraktion besuchte hierzu die AWO-Kinderkrippe in Vilsbiburg, um sich über die Verpflegung der Krippenkinder vor Ort zu Informieren.

Fraktionssprecherin Ruth Müller und ihre Fraktionskollegen wurden von AWO - Geschäfts-führerin Michaela Grashei und der Krippenleiterin Simone Enderle empfangen. Michaela Grashei erklärte zur Verpflegung: „Die Verpflegung von Kleinkindern in Krippen ist doch et-was anderes als die Verköstigung von Kindergarten- und Schulkindern durch Catering. Durch das im Haus kochen entsteht auch für die Kinder ein familiäres Wohlfühlgefühl. Sie riechen und schmecken und lernen die Lebensmittel auch bei den Einkaufstouren am Wochenmarkt kenn.“ Diese Erkenntnisse haben auch dazu geführt, dass die Krippe in Vilsbiburg, als erste Kinderkrippe im Landkreis, die Selbstverpflegung in Angriff nahm und heute Vorbildcharakter hat. Simone Enderle ergänzte dazu, dass es ein Glücksgriff war, als Hauswirtschafterin „Oma Wally“, wie sie liebevoll von den Kindern genannt wird, zu gewinnen. Auch werden in der Krippenküche nach Möglichkeit regionale Bioproduckte verwendet. Dabei helfen die guten Kontakte zu den örtlichen Lieferanten. Man sei dadurch flexibel und könne auf eventuelle Allergien oder religiöse Essgewohnheiten der Kinder gut eingehen.Darüber hinaus werde die Ernährungsauswahl für Kinder unter einem Jahr mit den Elgtern individuell besprochen.

Enderle wies auch auf umfangreiche Hygienevorschriften hin die unbedingt einzuhalten sind. Sie habe hier in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Landshut diese notwendigen Standards geschaffen.So muss es u.a. für Frühstück und Mittagessen einen eigenen Kühlschrank geben, auf die unterschiedliche Kühlung und Kennzeichnung der Lebensmittel ist zu achten und von jeder Mahlzeit sind ca. 150 Gramm zwei Wochen aufzubewahren.

Nach den Worten von Simone Enderle gehöre eine ausgewogene Zusammenstellung der Mahlzeiten sowie das gemeinsame Essen zum täglichen Krippenalltag. Die Eltern finanzieren dieses Krippenangebot mit einem monatlichen Betrag von 48 Euro. Zweiter Bürgermeister Hans Sarcher ergänzte dazu, dass bei einer finanziellen Notlage der Eltern das Sozialamt hilft. Um den Kindern Freude am Essen zu vermitteln sind dem Krippenteam folgende Aspekte wichtig:

• Die Kinder lernen zu erkennen, ob sie hungrig, durstig oder satt sind.
• Sie können sich sprachlich verständlich machen und ihr Bedürfnis ausdrücken.
• Die Kinder lernen verschiedene Speisen und Getränke kennen.
• Die Kinder erfahren für sich, was ihnen schmeckt.

Die Kinderkrippe bietet aber auch ein tägliches Frühstück an, das von den Erzieherinnen selbst zubereitet wird. Durch die eigene Auswahl und den Einkauf gesunder Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, frisches Brot, Milch, Tee, Joghurt usw. ist ein guter Start in den Tag gewährleistet. Die Eltern werden am Morgen entlastet und erhalten die Gewissheit, dass ihre Kinder sich täglich gesund ernähren. In die Herstellung des Frühstücks werden die Kinder mit einbezogen. Der gemeinsame Einkauf ist interessant und bringt den Kindern ein besseres Verständnis zur Beschaffung der Lebensmittel nahe. Ein monatlicher Elternbeitrag von 10 Euro deckt die Frühstückskosten.

Ruth Müller, die als Gastgeschenk einen Korb Bioäpfel mitgebracht hatte, sprach in der Dis-kussionsrunde auch an, wie in der Krippe mit den Schlafgewohnheiten der Kinder umgegangen wird. Hier konnte Krippenleiterin Enderle erzählen, dass fast jedes Kind ein anderes Schlafritual hat. So komme es vor, dass das Kind ohne den Körperkontakt der Erzieherin nicht einschläft. Bei einem anderen Kind genügt schon ein liebevolles streicheln oder eine kurze Einschlafgeschichte. Andere schlafen bereits im Kinderwagen ein und brauchen dann nur ins Bett gelegt werden. Man übernehme hier das Ritual des Schlafens von zuhause. Wichtig sei auch der tägliche Aufenthalt an frischer Luft.

Damit die Gäste auch in den kulinarischen Genuss der Krippenküche kamen, hatte das Küchenteam eine kleine Auswahl an Speisen zum Probieren vorbereitet. Da gab es eine Kürbis-kremsuppe. Dazu selbst gebackenes Brot mit verschiedenen leckeren Aufstrichen, Variationen verschiedener Quark und Joghurts und selbst bereitete Müsli. Die Kreisräte waren begeistert und voll des Lobes.

Bürgermeister Gerhard Babl sprach auch noch den strukturierten Tagesablauf und das Sozi-alverhalten an, das die Kinder in der Gemeinschaft der Krippe lernen. Er lobte auch die AWO-Erzieherinnen als erfahrene und engagierte Mitarbeiterinnen. Dem schloss sich die SPD-Kreistagsfraktion geschlossen an und bedankte sich bei den AWO-Damen für die interessanten Einblicke in den Krippenalltag.

Das Krippenteam ist unter der Telef.Nr. 08741/9679980 oder über die Email-Adresse:
Krippe-Vilsbiburg@awo-landshut.de zu erreichen. Auch werden bereits jetzt Anmeldungen für das Krippenjahr 2013/2014 entgegengenommen.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.