Für Aufbruchstimmung sorgen

Veröffentlicht am 17.03.2010 in Kreisvorstand

Eine SPD-Arbeitsgruppe während der Klausurtagung

Gemeinsame Klausurtagung der SPD in Stadt und Landkreis Landshut

Einig waren sich die Sozialdemokraten aus Stadt und Landkreis Landshut bei ihrer ersten gemeinsamen Klausur, dass sie die derzeit vorhandene Aufbruchstimmung nützen wollen, um aktiv in eine sozialdemokratische Zukunft zu gehen. „In den 70er Jahren gab es eine ähnliche Aufbruchstimmung wie heute“, erinnerte Stadträtin Maria Haucke. „In der Jugend- und Bildungspolitik, bei Umweltthemen, Friedensinitiativen und auch bei der Gleichstellungspolitik spielten die Sozialdemokraten eine Vorreiterrolle“. Auch heute stünden wieder wichtige Themen im Focus der SPD, die entscheidend für die nächsten Jahrzehnte sein werden, bekräftigte Stadtverbandsvorsitzende Anja König. Hier müsse gerade von der Basis aus verstärkt mitgewirkt werden. „Nur wer sich aktiv beteiligt, kann auch etwas bewegen.“, so König weiter.

Energiewende - Bildungsfragen - Sozial- und Gesundheitspolitik

„Die Energiewende muss vorangetrieben werden, um sich endlich von fossilen Brennstoffen und der Atomenergie zu verabschieden, in Bildungsfragen müsse für mehr Chancengleichheit gesorgt werden und in der Sozial- und Gesundheitspolitik gelte es, am Solidarmodell festzuhalten“, betonte die Kreisvorsitzende Ruth Müller.
Die SPD in Stadt und Landkreis Landshut will hier gemeinsam in den nächsten Jahren Akzente setzen, um die Region Landshut für die Bürgerinnen und Bürger zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeld zu gestalten.

SPD vernetzen

„Die Politik macht nicht vor Gemeinde- und Landkreisgrenzen halt, deshalb müsse zum Wohle der Bürger vernetzter zusammengearbeitet werden“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Franz Göbl. Stadtrat Robert Gewies erläuterte dies anhand der Beispiele im Bereich der Berufsschulen, bei den Krankenhäusern, im Hospiz und beim ÖPNV. „Gerade auch das Thema MVV-Anbindung habe man als SPD in Stadt und Landkreis zum Anlass genommen, um gemeinsam den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude zu besuchen und hier Informationen zu bekommen“, erinnerte Gerhard Babl.

Im Bereich der Bildungspolitik gebe es viele Baustellen, die besser aufeinander abgestimmt werden müssten, betonten die AfB-Mitglieder Herbert Lohmeyer, Peter Schmid und Thomas Saatberger.

Aktuelle Politik im Focus

Selbstverständlich stand bei der Klausur auch tagesaktuelle Politik im Mittelpunkt: „Wer arbeitet, soll auch mehr haben - dafür steht die SPD“, betonte Anja König. Seit Wochen lasse die Bundeskanzlerin ihren Vize Westerwelle die Empfänger von Hartz-IV und den Sozialstaat insgesamt beschimpfen, kritisierte sie. Der Skandal sei aber nicht, dass die Hartz-IV-Sätze zu hoch seien, sondern die Löhne in vielen Vollzeitjobs viel zu niedrig sind, pflichtete Ruth Müller bei.
Die Arbeitnehmer im Stadt und Landkreis Landshut haben mit der SPD eine flankierende politische Partei, denn nicht alles könne der Tarifvertrag regeln, waren sich die Genossen einig.

Auf der Umweltmesse präsent

Gleich nach der Klausurtagung steht nun ein weiteres gemeinsames Projekt von SPD in Stadt und Landkreis im Terminkalender: Auf der Landshuter Umweltmesse werden die Genossen mit einem Stand präsent sein und Unterschriften für die Massenpetition zum Atomausstieg sammeln. Selbstverständlich sind auch die SPD-Mandatsträger aus Stadt und Landkreis Landshut, aus der Bundes- und Landespolitik auf der Umweltmesse zu Gesprächen anzutreffen. „Kostenlos“, wie Ruth Müller schmunzelnd betont.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.