Europaparlamentarier fordern ehrliche Bilanzen für mehr Umweltschutz

Veröffentlicht am 03.02.2010 in Umwelt

Einsatz für mehr Lebensqualität der EU-Bürger

"Damit Umweltschutz nicht nur allgemeiner Wille bleibt, sondern tatsächlich umgesetzt wird, müssen wir Umweltschäden in allen unseren Bilanzen sichtbar machen. Und wir müssen diejenigen zur Kasse bitten, die der Umwelt Schäden zufügen", fordert Ismail Ertug, Verkehrspolitiker im Europäischen Parlament konkrete Maßnahmen.
"Dabei geht es nicht nur um verbrauchten Sprit oder ausgestoßene Abgase, sondern auch um die externen Kosten: Lärm, Staus und ausgestoßene Abgase".

"Auf europäischer Ebene ist das Parlament fraktionsübergreifend dafür, dass durch die sogenannte "Eurovignette-Verordnung" diese umfassende Berechnung gesetzlich
vorgeschrieben wird", erklärt MdEP Ismail Ertug.

Im Verkehrsausschuss wurde kürzlich eine vom Ministerrat in Auftrag gegebene Studie präsentiert, die an sechs verschiedenen Routen die anfallenden externen Kosten ermittelte. Laut dieser Studie fallen 2,3 Millionen Euro externe Kosten an. Würden sie berechnet, müssten wir für Jeans 0,03 Prozent mehr zahlen, Handys würden um 0,04 Prozent teurer", gibt Ertug die Meinung der Experten wieder.
"Langfristig können wir ein Umdenken in Sachen Umweltschutz nur dann erreichen, wenn wir anfangen, unseren Alltag umfassend und kritisch zu bewerten und zu gestalten", erklärt Ertug abschließend.

Hintergrund: Bereits im Jahr 2006 hat die EU eine Richtlinie zur Eurovignette verabschiedet, die allerdings noch nicht die Berücksichtigung externer Kosten wie Lärm, Abgase und Staus vorsieht. Im Juli 2008 schlug die Kommission vor, das Mitgliedsstaaten
selbständig eine Maut erheben können, mit denen externe Kosten im Verkehr gedeckt werden können. Seitdem verzögert der Ministerrat, in dem die Verkehrsminister der EU-Mitgliedsländer vertreten sind, den Gesetzgebungsprozess durch Studien. Das Europäische Parlament hingegen drängt auf eine Entscheidung, da es sich von der neuen
Richtlinie verbesserte Lebensqualität für die Bürger der EU verspricht.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.