"Einheit von Tourismus, ÖPNV und Umwelt"

Veröffentlicht am 03.02.2010 in Kreistagsfraktion

Fraktionsvors. Heinz Uekermann, Kreisrat Alfons Schießwohl und Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD)

SPD-Kreistagsfraktion setzt Beratungen fort
Straubing-Bogen: Mit dem Stand und möglichen Verbesserungen beim Tourismus, dem öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und der Umweltpolitik befassten sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion im zweiten Teil ihres Tagesseminares am Samstag im Gasthaus "Fischer Veri" in Mitterfels. "Für uns bilden diese Bereiche eine zusammengehörende Einheit, die übergreifend zu entwickeln sind", so Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann. Als erster Gastredner stellte Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowohl seine grundlegenden Überlegungen zu Verbesserungen im ÖPNV ebenso vor wie auch seine Forderungen zu konkreten Maßnahmen in der Region.

Dringend vereinfacht müsse das kostenlose Umsteigen von den Landkreisbussen in den Stadtbus werden, so Meindorfer. Jeder umsteigende Fahrgast müsse bei der Weiterfahrt unkompliziert ein Tagesticket erhalten. Beim expandierenden Industriegebiet Straubing-Sand mit inzwischen mehreren Tausend Beschäftigten fehle immer noch ein Busanschluss von den Haltepunkten Straubing-Ittling oder Sand der Gäubodenbahn. Bisher sei die Erreichbarkeit für Bahnpendler nicht hergestellt. Grundsätzlich plädierte der Redner dafür, noch bestehende Bedienungshemmnisse zu beseitigen und die Region als gemeinsamen Nahverkehrsraum zu betrachten. Eine enge Kooperation zwischen Stadt und Landkreis sei unerlässlich. In diesem Zusammenhang würde die Verlängerung der Stadbuslinien in die stadtnahen Siedlungsschwerpunkte wie Aiterhofen, Salching, Kirchroth oder Parkstetten willkommene Fortschritte für die ÖPNV-Nutzer bringen. Mit attraktiven Angeboten könne der ÖPNV an Image gewinnen und neue Fahrgäste erschlossen werden. Beim weiteren Ausbau des ÖPNV-Angebotes sah Johann Meindorfer das Gäubodenvolksfest als gut geeignet an, Modellprojekte zu erproben. Hier sprach er sich für einen Halbstundentakt der Volksfestbusse im Stadverkehr aus und für die Bedienung der regulären VSL-Landkreislinien im Zweistundentakt.

Diplomvolkswirt Alexander Schulze stellte seine Aufgaben und Tätigkeiten als Geschäftsführer vom "Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald" vor. Das Netzwerk sei eine Gemeinschaft von Betrieben, Personen und Institutionen, die sich für eine verstärkte regionale Verwendung von Holz und Holzprodukten einsetze. Politisch getragen und finanziell unterstützt werde es von den Landkreisen Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Straubing-Bogen und Passau. "Holz kämpft gegen viele Vorurteile", so der Geschäftsführer. Dabei sei es ein idealer Baustoff und nicht nur als Energielieferant zu sehen. In Niederbayern gebe es noch großes Entwicklungspotential, denn bei 14 Prozent Anteil an der bayerischen Holzernte betrage der Umsatzanteil nur 6 Prozent. Ziele des Netzwerks seien daher die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, die Steigerung der Holzverwendung, die Optimierung der Rohstoffversorgung sowie die Sicherung und Aufbau von Arbeitsplätzen. Zur Vernetzung von Betrieben würden verschiedene Aktivitäten entwickelt. So die Gründung landkreisweiter Expertenkreise und der Aufbau eines Kontaktnetzwerkes in der Region unter Einbindung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Dienstleistern, Verbänden und Kapitalgeber. Hinzu käme die Einbindung in den bayernweiten Cluster Forst und Holz, ins Regionalmanagement, in die Wirtschaftsförderung und zur Wissenschaft. Mit regelmäßigen Treffen, Weiterbildungsangeboten, dem Initiieren von Leitprojekten, schnellem Wissenstransfer zwischen den Partnern und von den Forschungspartnern zu den Unternehmen werde die Kommunikation nach innen und außen gestärkt.

Abschließend legte Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann den Entwurf für ein Tourismuskonzept für den Landkreis Straubing-Bogen vor. Es soll gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kommunalpolitik detailliert ausgearbeitet werden.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.