Europaparlament stimmt für Freiheit und gerechte Entlohnung von Künstlern

Veröffentlicht am 09.07.2015 in Presse

Die Panoramafreiheit soll bestehen bleiben und Künstler müssen von ihrer Arbeit leben können - das sind zwei der Punkte, zu denen das Europaparlament jetzt Stellung bezogen hat: Am Donnerstag haben die Abgeordneten sich mit ihrer Abstimmung über den Initiativbericht zur Reform des Urheberrechts im digitalen Zeitalter positioniert. Das bislang geltende Recht stammt überwiegend noch aus dem analogen Zeitalter.

"Wir europäischen Sozialdemokraten konnten im Bericht entscheidende Punkte wie faire Bezahlung und die Stärkung der Position der Kreativschaffenden durchsetzen", begrüßt der Amberger SPD Europaabgeordnete Ismail Ertug den angenommenen Bericht.

Dietmar Köster, Ertugs Kollege und Mitglied des Rechtsausschusses ergänzt: „Wichtig war uns vor allem, die Position der Kreativschaffenden zu festigen und das Prinzip der fairen Bezahlung zu stärken. Außerdem haben wir Mindeststandards formuliert, die im Fall von Urheberrechts-Ausnahmen in allen Mitgliedsstaaten gültig sein sollen - wie beispielsweise mit dem Zitatrecht zu garantieren, dass die Presse Aussagen zitieren kann. Zudem fordern wir die Kommission auf, zu prüfen, inwiefern Internet-Plattformen wie Youtube Verantwortung für die auf ihren Internetseiten veröffentlichten Inhalte übernehmen sollten.“

Im Vorfeld besonders umstritten war die so genannte Panoramafreiheit - ist eine Ausnahme des Urheberrechts, die in den EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich gehandhabt wird. Mit Panoramafreiheit bezeichnet man das Recht, Foto- und Filmaufnahmen von urheberrechtlich geschützten Werken im öffentlichen Raum zu nutzen, wie Kunstwerke oder bestimmte architektonisch bedeutsame Gebäude. „Wir Sozialdemokraten haben heute so abgestimmt, dass die deutsche Regelung zur Panoramafreiheit gültig bleibt. Wie es dann mit der Panoramafreiheit weitergeht, wird der Gesetzesvorschlag der Kommission zeigen. Weil aber die Handhabung von Fotos und Filmen öffentlicher Werke offenbar in keinem EU-Land ein tiefgreifendes Problem darstellt, könnten die bisherigen länderspezifischen Regelungen beibehalten werden, jedenfalls mindestens bis zum wissenschaftlichen Nachweis, dass die nationalen Regelungen zur Panoramafreiheit die Entwicklung des europäischen Binnenmarkts beeinträchtigten.“, so Ertug und Köster abschließend.

Der heutige Beschluss ist rechtlich nicht bindend, sondern eine Empfehlung an die EU-Kommission, die Ende des Jahres einen Gesetzesentwurf zum Urheberrecht präsentieren wird. 

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.