Europäisches Parlament stärkt Fluggastrechte

Veröffentlicht am 05.02.2014 in Presse

Schnelle und mühelose Entschädigung für Fluggäste bei Ausfällen und langen Verspätungen - dafür hat sich das Europäische Parlament am Mittwoch in Straßburg ausgesprochen. Im Gegensatz zur Kommission fordern die Abgeordneten bei der Überarbeitung der Fluggastrechte kürzere Fristen für Entschädigungsansprüche und eine klare Definition, wann Fluggäste Anspruch auf Entschädigungen haben. Auch die Beweislast soll künftig stärker bei den Airlines liegen und nicht bei den Passagieren.

Eine wichtige Errungenschaft der Parlamentarier ist die von jedem Mitgliedstaat einzurichtende Durchsetzungsstelle, die den Passagieren in Beschwerdefällen außergerichtlich helfen soll. Außerdem fordern die Abgeordneten feste Fristen für die Bearbeitung von Beschwerden. "Wir brauchen europaweite Regeln dafür, wie lange ein Passagier höchstens auf eine Antwort der Airlines im Beschwerdefall warten muss", begrüßt der SPD-Verkehrsexperte und Europaabgeordnete Ismail Ertug das Votum.

Besonders wichtig sei laut Ismail Ertug die vom Europäischen Parlament geforderte Liste, in der definiert wird, welche Umstände als „höhere Gewalt“ angesehen werden: "Bislang war völlig unklar, was im europäischen Flugreiserecht als höhere Gewalt gilt. Künftig wird es einfacher sein zu entscheiden, ob die Fluggesellschaft bei Verspätungen oder Ausfällen haften muss oder nicht." Denn Airlines beriefen sich in der Vergangenheit zu oft auf höhere Gewalt, um keine Entschädigungen zahlen zu müssen. "Bei riskanten Wetterbedingungen, politischen Unruhen, Krieg oder einer plötzlichen Schließung des Luftraums, müssen sich Airlines natürlich auch weiterhin auf höhere Gewalt berufen können", versichert der Sozialdemokrat.

Nicht nur Entschädigungsregeln sollen verbraucherfreundlicher werden. Die Abgeordneten konnten sich auch für eine Lockerung der zulässigen Handgepäckmengen stark machen: "Passagiere müssen die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Gegenstände und Duty-Free Artikel mit ins Flugzeug zu nehmen, egal mit welcher Fluggesellschaft sie reisen", so Ismail Ertug weiter.

Neu sei auch die Forderung, dass Passagiere künftig ein Anrecht auf ihren Rückflug haben, wenn sie den Hinflug nicht angetreten haben, erklärt der Verkehrsexperte: "Wenn der Hinflug bezahlt ist, darf es keine Rolle spielen, ob ich im Flieger sitze oder nicht. Wir müssen den zweifelhaften Geschäftspraktiken vieler Airlines hier Einhalt gebieten.“

Die Verhandlungen zwischen Parlament und Rat über den Bericht werden allerdings voraussichtlich erst Ende 2014 beginnen.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.