
Christian Flisek (l.), hier mit Horst Kubatschka, Ruth Müller und Anja König, fordert eine Sozialunion in Europa.
SPD-EU-Kandidat Christian Flisek sprach bei SPD-Versammlung der 60 plus

SPD-EU-Kandidat Christian Flisek sprach bei SPD-Versammlung der 60 plus
Für ein starkes Europa plädierte der Niederbayerische Europakandidat der SPD Christian Flisek bei einer Unterbezirksversammlung Landshut der SPD-Seniorinnen und Senioren 60 plus am vergangenen Mittwoch im Gasthof Frauenbauer in Altdorf.
Vorsitzender Horst Kubatschka unterstrich in seiner Eröffnung: „Europawahlen werden meist auf die leichte Schulter genommen. In der Realität handelt es sich dabei um äußerst wichtige Wahlen, da die EU-Gesetzgebung immer höheres Gewicht hat, vielfach in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden muss und damit massive Auswirkungen auf alle Bereiche des täglichen Leben hat. Umso wichtiger sei es Familie und Bekannte zu animieren die Wahl als wichtiges demokratisches Element wahrzunehmen. Es wird Zeit, dass wir Europa als faszinierende Friedensidee annehmen und zusammenstehen, denn dann haben wir alle etwas davon.“
Die Wichtigkeit der EU-Wahlen unterstrich im Kern auch Christian Flisek und ergänzte: „Was heute in Brüssel beschlossen wir ist schon morgen bei uns reale Gesetzgebung. So ist der größten Gegner den wir bei der späteren Durchsetzung sozialdemokratischer Ideen im Europa haben, eine geringe Wahlbeteiligung“.
Das heutige Europa sei eine phantastische Idee, doch wurde es bisher schlecht regiert. Die Konservativen werteten gebetsmühlenartig die freie Marktwirtschaft als Allheilmittel. Nun entpuppt sich diese Richtung als eine der Hauptursachen für die derzeitige Wirtschaftskrise, die Finanzkrise als negatives Musterbeispiel für Fehlentwicklungen durch Deregulierung. Müntefering habe schon frühzeitig auf die daraus resultierenden Problematiken hingewiesen und wurde dafür massiv kritisiert. Die Praxis der „Heuschrecken“ als moderne Raubritter und das Unwesen von Finanzjongleuren mit Hedgefonds, das den alten Traum vom Geldverdienen ohne etwas dafür tun zu müssen, im Hintergrund hat, belege die Richtigkeit seiner Befürchtungen. Zurück bleiben Skelette ehemals gesunde Unternehmen und deren Beschäftigte – rund 90 Prozent der Autozulieferer sind in den Händen dieser Fonds. Diese Entwicklung, so Flisek weiter, haben die Konservativen zugelassen und zu verantworten. Um dieses Systematik Einhalt zu gebieten müssen Kapital- und Finanzmärkte reguliert werden.
Ähnliches gilt für Steueroasen wie die Schweiz, wo derzeit geschätzte zwei Billionen Euro Schwarzgeld verwaltet und natürlich auch wirtschaftlich genutzt werden. Letzteres dürfte auch der Grund für das derzeit etwas angespannte Verhältnis der Eidgenossen gegenüber Steinbrück sein. „Doch wenn wir alle Lasten, die wir heute stemmen müssen, auch stemmen wollen, ist es nur recht und billig, wenn auch Steuerflüchtlinge zur Kasse gebeten werden“, fasst Flisek zusammen.
Ebenso kritisch äußerte er sich auch über die Bestrebungen der EU auch die Trinkwasserversorgung zu privatisieren und sagte: „Trinkwasser steht derzeit gleich gut für alle zur Verfügung. Wenn jedoch die Wasserversorgung privatisiert wird, könnte sich dies schlagartig ändern und mehrere Güteklassen zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden. Und diese Entwicklung könnte sich fast auf die gesamte öffentliche Versorgung fortsetzen und muss unbedingt verhindert werden.“
So sehe er die Notwendigkeit, der derzeitigen Wirtschaft- und Währungsunion eine Sozialunion zur Seite zu stellen, die seinen Namen auch verdient und soziale Mindeststandards vorgibt. Weiter bemängelte er: In keinem Land der EU hängen die Bildungschancen so sehr vom Geldbeutel ab wie in Deutschland, das sei ein Skandal und müsse umgehend geändert werden. Auch müsse Bildung für junge Menschen kostenlos sein; immerhin wurden ja bereits Schulen oder Gymnasien mit Steuergeldern gebaut.
In allen Umfragen werde der SPD soziale Kompetenz bescheinigt. Genau dies müsse Basis für die anstehende Europa- und Bundestagswahlen sein, denn die Menschen erwarten Planbarkeit ihres Lebens und darauf müsse man hinarbeiten.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.