EU-Parlament verabschiedet ehrgeizigen Forderungskatalog, um Hochschulreformen voranzutreiben

Veröffentlicht am 30.04.2015 in Presse

Das Europäische Parlament drängt in einer Entschließung am Dienstag zu weiteren Verbesserungen der europäischen Hochschulpolitik.

"Bildung und Forschung gehören zum Fundament unserer Gesellschaft und sind grundlegend für den Aufbau von Kompetenzen, für Wachstum und Arbeitsplatzbeschaffung. Aus diesem Grund fordern wir mit der Entschließung spürbar größere Investitionen in diese Bereiche", kommentiert der SPD Europaabgeordnete Ismail Ertug, den mit großer Mehrheit angenommenen Bericht über den Fortgang des Bologna-Prozesses.

Der Reformprozess wurde 1999 etabliert, um einen mittlerweile 47 Staaten umfassenden Europäischen Hochschulraum zu schaffen. Darin sollen einzelne Studienleistungen sowie Studienabschlüsse in Form des Bachelors und Masters leichter vergleichbar sein, um die Mobilität Studierender und Hochqualifizierter zu erhöhen. Da die Ziele bis 2010 nicht erreicht wurden, wurde der Prozess bis 2020 verlängert. Eine Konferenz im Mai 2015 in Eriwan aller beteiligten Bildungsminister soll bisher Erreichtes evaluieren und die Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre formulieren.

"Die heutige Entschließung ist die klare Botschaft des Europäischen Parlaments an die Ministerkonferenz, endlich gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass 'Bologna' nicht kleingeredet wird - sondern zum Erfolgsmodell in Europa“, fordert Petra Kammerevert, bildungspolitische Sprecherin der Europa-SPD. „Wir benötigen dringend breitere Zugänge zu höherer Bildung und dauerhafter Weiterbildung. Die Nachfrage nach hochqualifizierten Beschäftigten kann in der EU schon jetzt nicht ausreichend befriedigt werden. Diesen Trend müssen wir unbedingt aufhalten.", so Kammerevert weiter.

Zu oft werde die ursprüngliche Idee der Reform aus den Augen verloren. "Das Europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen und der darauf aufbauende Punkteerwerb im Studium sollen Studierenden helfen, ihre akademischen und außerschulischen Leistungen zusammenzufügen. Die nationale und regionale Umsetzung der Reform grenzte bislang jedoch teilweise an Gängelei der Studierenden, die häufig  in ein viel zu starres Lernkorsett eingezwängt wurden", erläutert Petra Kammerevert.

"Es kommt darauf an, mehr Möglichkeiten für Mobilität zu schaffen und flexiblere Lernmodelle einzuführen, mit denen Innovation, Kreativität, berufliche Bildung, duale Bildung und unternehmerische Initiativen im Hochschulbereich gefördert werden.", so Ertug und Kammerevert abschließend.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.