Ein „herzliches Vergeltsgott“

Veröffentlicht am 23.11.2012 in Veranstaltungen

von links nach rechts MdL Reinhold Perlak, MdB Marianne Schieder, Madlen Melzer, Thomas und Gundula Rauch, Armin Buchner, Stefan Hurzmeier, Josef Weitzer

Jahresabschlussfeier der Schierlinger SPD
Mitgliederehrung durch MdB Marianne Schieder Ehrenamtspreis für die Malteser

Ganz im Zeichen des Ehrenamtes stand wieder in diesem Jahr die Jahresabschlussfeier der Schierlinger SPD. Mit ihr ist ein Ehrennachmittag verbunden, in dessen Zentrum die Ehrung langjähriger Mitglieder und die Verleihung des Ehrenamtspreises durch Marktrat Armin Buchner an die Ortsgruppe Grafentraubach/Oberdeggenbach des Malteser-Hilfsdienstes stand. Die Laudatio auf den Preisträger hielt der frühere Straubinger Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete Reinhold Perlak.

Ein „herzliches Vergeltsgott“ sagte die Schwandorfer Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder der Malteser Ortsgruppe und allen ehrenamtlich Tätigen in sozialen und kulturellen Vereinen, Sport und Elternbeiräten für ihr Engagement für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie warb aber auch für das politische Ehrenamt. Der stellvertretende Landrat Sepp Weitzer dankte in seinem Grußwort dem SPD-Ortsverein für die geleistete Arbeit. Eine gute Zukunft für alle gäbe es nur in Frieden und Freiheit. Er knüpfte dabei an die Begrüßungsrede der SPD-Ortsvorsitzenden Madlen Melzer an Sie hatte einen Bogen geschlagen vom Sinn des Volkstrauertages – für Frieden und gegen Gewalt – hin zur Notwendigkeit eines sozialen Zusammenhaltes der Gesellschaft als Voraussetzung für Frieden und Freiheit. Die Jugend setzte mit dem Geschwisterpaar Gundula und Thomas Rauch auf der Violine ein musikalisches Ausrufezeichen.

Die stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, Marianne Schieder, betonte in ihrer Festrede, ehrenamtliches Engagement sei besonders im ländlichen Raum ein wichtiges gesellschaftliches Bindeglied. Sie kündigte dazu insbesondere bei der Ausweitung der Haftungsbeschränkung auf alle Vereinsmitglieder wichtige rechtliche Verbesserungen an. Marianne Schieder hatte erst wenige Tage vorher im Bundestag für die SPD-Bundestagsfraktion für das Ehrenamt ein flammendes Plädoyer gehalten.

Im politischen Teil zur Renten-, Wirtschafts- und Europapolitik sprach die SPD-Abgeordnete auch zwei regionale Themen an: Ganz gewaltig wurmt sie nämlich, dass beim von allen politischen Parteien geforderten raschen Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg Bundesverkehrsminister Ramsauer „die Hände in den Schoß legt und sich weigert, auch nur die Planung in die Hand zu nehmen. Besonders brennt ihr die alarmierende Zunahme der Drogenverstöße im bayerisch-tschechischen Grenzraum auf den Nägeln. Zwar liege ein großer Teil der Verantwortung bei den tschechischen Behörden, aber es würde nicht schaden, wenn die beiden CSU-Innenminister des Bundes und des Freistaates mehr Druck auf die Regierung in Prag ausüben würden.

Auf der Zinne der Partei und der Demokratie
Der langjährige SPD-Ortsvorsitzende Martin Auer übernahm die Rolle des Laudator für die Ehrung langjähriger Mitglieder, allen voran für Anton Koch, der die Ehrung gesundheitsbedingt nicht persönlich entgegennehmen konnte. Er erhielt für die 45-jährige Mitgliedschaft in Anerkennung seiner großen Verdienste um den SPD-Ortsverein, nicht zuletzt als Kassier unter den Ortsvorsitzenden Erich Koch und Martin Auer, den Ehrenbrief der Partei sowie die Ehrennadel. Geehrte für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden der frühere Marktrat Werner Lugauer und die SPD-Ortsvorsitzende Madlen Melzer. Letztere gehört seit vielen Jahren auch dem Kreis- und dem Unterbezirksvorstand an. Auf zehn Jahre Mitgliedschaft hat es Florian Auer gebracht. Nachdem er als Lokführer den ALEX zwischen Regensburg und München fahren musste, nahm sein kleiner Sohn Felix zusammen mit der Oma Maria Auer die Urkunde entgegen. Ganz besonders würdigte Martin Auer auch die Verdienste von Marktrat Armin Buchner in den vergangenen zehn Jahren. Er erinnerte an dessen fulminanten Bürgermeisterwahlkampf 2008. Seitdem vertrete er im Marktrat unverdrossen und trotz aller Angriffe die Politik des SPD-Ortsvereins. MdB Marianne Schieder und die Ortsvorsitzende Madlen Melzer überreichten die Urkunden und ein kleines Präsent. Martin Auer schloss seine Laudatio mit einem Auszug aus der Münchner Rede von Willy Brandt vor 30 Jahren: „Eine Zukunft haben, heißt, Ziele und Aufgaben haben, die über uns selber hinausreichen. Ohne Wahrhaftigkeit, Beharrlichkeit und Mut zur Zukunft läßt sich nichts bewegen. Laßt uns den Aufbruch nach vorn wagen“.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.