„DSL flächendeckend verfügbar machen“

Veröffentlicht am 09.11.2009 in Arbeit & Wirtschaft

SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller (links) und Kerstin Schanzer (rechts), Landtagsabgeordnete Annette Karl (mitte)

Die Vorsitzenden Kreis-SPD verlangen mehr Engagement vom Freistaat Bayern

„Der Zugang zum schnellen Internet gehört wie Strom und Wasser zur Daseinsvorsorge im ländlichen Raum“, argumentiert die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller.

Dabei gehe es keineswegs nur um das Herunterladen von Spielen oder Musik, sondern um die Standortbedingungen für viele mittelständische Betriebe. Das Vorhandensein eines Anschlusses an die Datenautobahn entscheide in den meisten Fällen, ob eine Neuansiedlung in Frage komme oder nicht. Ein Vorstoß des Landkreises bei Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg habe jedenfalls außer Wortgeklingel keinen Lösungsansatz gebracht. Die Landkreis-SPD ist der Meinung, es könne sich der Freistaat nicht mehr um seine Verpflichtung herumdrücken, das Problem als Ganzes in die Hand zu nehmen und die komplette Versorgung auszuschreiben. Bayern schmücke sich so gerne mit dem Prädikat „High-Tech-Land“. Diesem Anspruch müssten nun auch endlich Taten folgen.

Nachdem die Breitbandversorgung auch in verschiedenen Gemeinden des Landkreises Landshut noch im Argen liegt, hat die Kreisvorsitzende zusammen mit ihrer Stellvertreterin Kerstin Schanzer aus Niederaichbach ein Gespräch mit der Abgeordneten Annette Karl gesucht. Sie ist im Bayerischen Landtag im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Technologie und Infrastruktur tätig. Unter deren Federführung hatte die SPD-Landtagsfraktion beantragt, die Richtlinien für die Breitbandversorgung deutlich zu verbessern. Die wichtigsten Forderungen darin seien nach den Worten Karls eine Erhöhung der Fördersätze für die Gemeinden. Zudem solle das Verfahren deutlich entbürokratisiert werden. Der aus der Oberpfalz stammenden Abgeordneten ist es ein Dorn im Auge, dass in den Städten hohe Übertragungsleistungen zum technischen Standard zählten, während die ländlichen Räume mit „Steinzeit-Technologie abgespeist würden. Deren Versorgung mit schnellen Internetverbindungen erfordere eine gemeinsame Anstrengung von Staatsregierung, Kommunen und Wirtschaft. Notwendig sei eine Abkehr von kleinkarierten, nicht zukunftsfähigen Lösungsansätzen hin zu einer Globalstrategie für den gesamten Wissens- und Technologiestandort Bayern. Anette Karl bedauerte, dass dieser Antrag erst kürzlich im bayerischen Landtag mit den Stimmen von CSU und FDP abgelehnt worden sei.

Kerstin Schanzer ermunterte die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, jetzt nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Gerade bei der CSU habe man schon oftmals erlebt, dass sie vernünftige Initiativen der SPD wider besseres Wissen ablehnten, um sie nach einer gewissen Schamfrist als eigene Idee neu einzubringen. Der Freistaat müsse endlich einsehen, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Internetversorgung in allen Teilen Bayerns als Baustein einer modernen Infrastruktur sei.


Bildunterschrift.

Um die DSL-Versorgung im ländlichen Raum voranzubringen wandten sich die SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller (links) und Kerstin Schanzer (rechts) an die Landtagsabgeordnete Annette Karl.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.