"Dobrindts Maut ist nicht straßentauglich!"

Veröffentlicht am 29.09.2016 in Presse

Die Europäische Kommission hat am Donnerstag offiziell Klage wegen der Pkw-Maut gegen Deutschland eingereicht.

"Verkehrsminister Dobrindt kann es drehen und wenden wie er will: Seine Mautpläne sind nicht straßentauglich. Sie diskriminieren europäische Autofahrer und sind daher mit EU-Recht nicht vereinbar“, kommentiert Ismail Ertug, verkehrspolitischer Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. „Dobrindt hat jegliche rote Ampeln der Kommission ignoriert - inklusive eines persönlichen Briefes der EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc. Wieso der Verkehrsminister trotzdem seine politische Geisterfahrt fortgesetzt hat, kann ich mir nur mit persönlichen Profilierungsgründen in Bayern erklären.“

Kernpunkt der Klage bleibt weiterhin die einseitige Belastung von EU-Ausländern. Inländische Autofahrer werden hingegen durch die gleichzeitige Senkung der Kfz-Steuer um die fällige Mautgebühr entlastet. Das verstößt gegen das Prinzip der im EU-Recht festgeschriebenen Nichtdiskriminierung.

"Angesichts der nicht einberechneten Verwaltungskosten ist fraglich, ob Dobrindt die ursprünglich vollmundig versprochenen 600 Millionen Euro überhaupt eingenommen hätte. Bei einem jährlichen Erneuerungsbedarf unserer Straßen von sieben Milliarden Euro, wäre die Pkw-Maut nicht mehr als ein Tropfen in den leeren Tank. Viel sinnvoller wäre es, über eine Ausweitung der Lkw-Maut nachzudenken", erklärt Ismail Ertug: "Die Klage gegen Deutschland zeigt deutlich, dass die Europäische Kommission dringend europaweit einheitliche Leitlinien für nationale Mautsysteme erarbeiten muss. Die Kommission muss nun liefern und ihre für nächstes Jahr versprochene Straßeninitiative vorlegen."

Das Verletzungsverfahren war bereits im Juni 2015 offiziell eingeleitet worden. Da die Bundesregierung keine plausiblen Gründe für eine Einführung der Pkw-Maut nennen konnte, zog die EU-Kommission nun vor den Europäischen Gerichtshof.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.