Generationengespräch Europa

Veröffentlicht am 29.09.2016 in Veranstaltungen

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Europa - zwischen Angst und Hoffnung

Generationengespräch mit dem Europa-Abgeordneten Ismail Ertug

Am Samstag, den 8.Oktober um 14.30 Uhr stellt sich in der Taverne Korfu (ehem. Gasthof Wild) in Geiselhöring Ismail Ertug, seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments, bei einem Generationengespräch den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Es laden ein die SPD AG 60+ Niederbayern, der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie der SPD-Arbeitskreis Labertal.

„Geboren und aufgewachsen als Sohn türkischer Gastarbeiter im oberpfälzischen Amberg schlagen von Kindheit an zwei Herzen in meiner Brust. Deshalb fühle ich mich nicht nur als überzeugter Oberpfälzer und Sozialdemokrat, sondern vor allem als Europäer“, beschreibt Ismail Ertug, MdEP, seine politische Haltung als Europa-Abgeordneter der SPD für Niederbayern und die Oberpfalz.

Europa - zwischen Angst und Hoffnung

Die Krise fegt über Europa hinweg und erschüttert seine Grundfeste – politisch, sozial und wirtschaftlich. Europas Wirtschaft stagniert, die Arbeitslosigkeit ist europaweit seit Ausbruch der Weltfinanzkrise im Jahr 2007 um die Hälfte angestiegen, Arm und Reich sowie Nord und Süd driften auseinander. Die Eurokrise ist noch nicht vergessen, das BREXIT-Referendum hat entsprechende Folgen.

Auch die östlichen und südlichen Nachbarländer der EU sind in Aufruhr. Die Konflikte an den Grenzen des Südens und Ostens brechen nicht ab. Geflüchtete und MigrantInnen erreichen die EU in einem nie zuvor da gewesenen Maße.

Terrorangriffe und die Flüchtlingskrise lassen die Mitgliedsstaaten auseinanderdriften. Rechtspopulisten sind in Europa auf dem Vormarsch. Angst macht sich breit.

„Doch Europa war im Verlauf seiner Geschichte auch immer das politische Projekt der Hoffnung“, setzt Ismail Ertug entgegen. Auf sich alleine gestellt könnten die Nationalstaaten keine Maßnahmen gegen Lohn- und Steuerdumping, den Klimawandel oder die Auswüchse der Finanzmärkte ergreifen. Die Lösbarkeit immer mehr politischer Aufgaben erfordere die engere Zusammenarbeit der Staaten Europas. „Wie wichtig die Sicherung des Friedens in Europa durch ein einiges Europa ist, sieht man derzeit in Syrien“, erinnert Ertug und verweist auf die Hilflosigkeit der Staatengemeinschaft den kriegerischen Konflikt zu beenden, der tagtäglich ungeheuere Opfer unter der Zivilbevölkerung fordert und ein ganzes Land zerstört.

Generationenübergreifende Gesprächsrunden

In diesem Spannungsfeld zwischen Angst und Hoffnung moderiert Irene Ilgmeier (SPD 60+ Straubing) drei kurze ergebnisoffene Gesprächsrunden, die generationsübergreifend aus dem Publikum besetzt werden. „Mit Spannung wird erwartet, welche Gewichtung die unterschiedlichen Altersgruppen den aufgezeigten Aspekten zuordnen und wie sie die Zukunft Europas sehen“, fasst AK-Sprecher Rainer Pasta die Intention der Veranstaltung zusammen. Eine abschließende Publikumsrunde für noch offenen Fragen rundet die Veranstaltung ab.

 

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.