Die Weisheit der Vielen sehen, hören und beachten

Veröffentlicht am 09.11.2010 in Allgemein

Seminar der SPD-Parteischule in Niederbayern:

Die „Zukunftswerkstatt Faires Deutschland“ ist ein zentraler Beitrag zur Parteierneuerung. Denn hier will die SPD gemeinsam mit den Menschen Lösungen für die Zukunft erarbeiten. Dazu trafen sich SPD-Funktionäre aus ganz Niederbayern in Plattling zu einem Seminar unter der Leitung von Klaus Tovar, dem Leiter der SPD-Parteischule im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Die „Zukunftswerkstatt Faires Deutschland“ ist ein wichtiger Teil vom Ganzen. Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern will die SPD auf allen Ebenen zusätzliche Expertise einholen. Das macht Gremien, Kampagnen und Tagespolitik nicht zweitrangig oder überflüssig, so Klaus Tovar, aber die aktive Teilhabe der Menschen an der Politik wollen wir ganz klar forcieren, denn wir sind überzeugt: In der Bevölkerung steckt viel mehr Kreativität und Know-how als die Politik bisher genutzt hat. Die Alltagser-fahrungen sind der Maßstab, an dem wir politische Ideen messen werden.

„Wir wollen die Weisheit der Vielen sehen, hören und beachten“, betonte Klaus Tovar beim Seminar der SPD-Parteischule. Die „Weisheit der Vielen“ wird die Politik nicht ersetzen, sondern beratend verändern. Dazu soll mittels offener, fairer Diskussion um die besten Lösungen und Wege dorthin gefunden werden. Dafür hat der SPD-Parteivorstand sechs thematische Zukunftswerkstätten eingerichtet, führte Klaus Tovar aus.

Wie das Funktionieren kann und welches das wissenschaftlich-theoretische Rüstzeug dafür ist, lernten und übten die Genossinnen und Genossen an praktischen Beispielen. Hinter den Zukunftswerkstätten stehen Erfahrungen und praktische Beispiele, die zuvor an vielen Orten bereits von Sozialde-mokratinnen und Sozialdemokraten und anderen erprobt wurden. Gute lokale Erfahrungen werden so an die Bundesebene und in die Unterbezirke, Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften weitergegeben. Denn man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden.

Im Mittelpunkt soll das Gespräch mit den Menschen, mit Vereinen, Verbänden, Initiativen, Gewerkschaften, mit Kirchen und vielen mehr stehen, so Tovar. Denn Engagement, Kompetenz und die Weisheit der Vielen innerhalb der SPD hat die SPD stark gemacht und so die sozialdemokratischen Werte und Prinzipien in der Mitte der Gesellschaft verankert. Die SPD ist Teil der Gesellschaft und will breiter und stärker vernetzt sein, wie der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel beim Parteitag in Dresden vor einem Jahr erklärt hat.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.