Juso-Bezirkskonferenz mit Dr. Ralf Stegner

Veröffentlicht am 09.11.2010 in Arbeitsgemeinschaften

Sebastian Roloff als Juso-Bezirksvorsitzender bestätigt

Am vergangenen Samstag trafen sich 50 Delegierte der vier Oberpfälzer Juso Unterbezirke Weiden, Schwandorf, Amberg und Regensburg, sowie zahlreiche Gäste im Regensburger Kolpinghaus, um an der ordentlichen Juso Bezirkskonferenz teilzunehmen.
Im Mittelpunkt stand neben den turnusmäßigen Neuwahlen das politische Referat von Dr. Ralf Stegner, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein.

Nach der Eröffnung durch den gastgebenden Juso Unterbezirksvorsitzenden Tobias Afsali dankte der SPD Bezirksvorsitzende in der Oberpfalz, MdL Franz Schindler, den Jusos Oberpfalz für ihre gute und professionelle Arbeit und zeigte anstehende politische Aufgaben im Bezirk und auf Landesebene auf. Die Regensburger SPD Vorsitzende MdL Margit Wild wies in ihrem Grußwort auf Versäumnisse der Staatsregierung bei Bildung und Integration hin.

Weitere Ehrengäste der Konferenz waren u.a. der stv. Juso Landesvorsitzende Thomas Asböck, SPD Bezirksgeschäftsführerin Gisela Birner, die stv. Bezirksvorsitzende der AsF und Stadträtin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bezirksvorsitzender der AG 60plus in der Oberpfalz Gerhard Kulig, der niederbayerische Juso Bezirksvorsitzende Martin Oswald und der Bezirksvorsitzende der Falken in Niederbayern/Oberpfalz, Julian Mühlbauer.

Hauptreferent der Bezirkskonferenz war dieses Jahr der Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Dr. Ralf Stegner, MdL, der in seiner Rede auf aktuelle politische Diskussionen einging. Hierbei erhob Stegner, der auch Mitglied des Bundespräsidiums der SPD ist, schwere Vorwürfe gegen die Protagonisten der Union, die sich gerade in der aktuellen Integrationsdebatte unverantwortlich verhielten. "Immer wenn die Union in Umfragen absinkt, fängt sie an, Ausländer anzugreifen." Dies müsse aufhören, stattdessen müsse man sich ehrlich und zielgerichtet mit der Situation auseinandersetzen und nicht nur auf kurzfristige Zugewinne in der Wählergunst setzen.

Im Rahmen seiner Ausführungen zur aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik zitierte Stegner den Kabarettisten Hagen Rether mit den Worten "Viele, die "sozial schwach" sein sollen, sind ökonomisch schwach. In Wirklichkeit sind oft die ökonomisch Starken sozial schwach!"

Nach einer breiten Diskussion und lang anhaltendem Beifall der Konferenz für Stegner und sein Referat, dankte Sebastian Roloff Ralf Stegner für seinen Besuch und wünschte ihm viel Erfolg für die anstehende Urwahl des Spitzenkandidaten der SPD Schleswig-Holstein und die daran anschließenden Landtagswahlen.

Im Rechenschaftsbericht des Juso Bezirksvorstandes ging der Vorsitzende Sebastian Roloff u.a. auf die aktuelle Situation der SPD auf Bundesebene ein. Man müsse weiterhin konsequent daran arbeiten, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und sich hierbei einer ergebnisoffenen Diskussion auch über Bilanz und einzelne Projekte der eigenen Regierungsbeteiligung stellen, der Bundesparteitag im September sei hierfür noch nicht ausreichend gewesen.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde Sebastian Roloff, der dieses Amt seit März 2007 inne hat, mit gut 92 % Zustimmung als Juso Bezirksvorsitzender Oberpfalz bestätigt.
Zu stv. Juso Bezirksvorsitzenden wurden Tobias Afsali aus Regensburg, Martin Witte aus Parsberg und Magdalena Müller aus Neustadt/W. gewählt, die allesamt neu in diesem Amt sind.

Weitere Mitglieder des Juso Bezirksvorstandes sind: Kristin Koelbl (Regensburg), Simon Budde (Amberg), Juba Akili (Regensburg), Franziska Maier (Moosbach), Laura Kals (Neustadt/W.), Tanja Scheibl (Weiden), Matthias Jobst (Aufhausen), Sebastian Koch (Wenzenbach), Adrian Kuhlemann (Neustadt/W.), Carolin Hagl (Regensburg) sowie Heinrich Kielhorn (Sulzbach-Rosenberg).
Außerdem wählte die Konferenz die 13 Delegierten und entsprechenden Ersatz zur Landeskonferenz der Jusos Bayern.

In der anschließenden Antragsberatung beschlossen die Delegierten nach teilweise ausführlicher Diskussion das Arbeitsprogramm des Bezirks für die kommenden zwei Jahre, u.a. die Forderung nach einem Mindestlohn und bessere Vertragsbedingungen für Studentische Hilfskräfte an bayerischen Universitäten, die Forderung nach grundsätzlicher Gebührenfreiheit von Kindergärten und Kindertagesstätten, die Abkehr der SPD von der Rente mit 67 sowie die Unterstützung der Aktionen und Demonstrationen im Rahmen von "Dresden Nazifrei" am 13.02.2011.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.