
Willi Schneider erhielt Willy-Brandt-Medaille für 30 Jahre in der SPD

Willi Schneider erhielt Willy-Brandt-Medaille für 30 Jahre in der SPD
Neujahrsempfang der SPD:
Von Sebastian Geiger Vilsbiburg. Auf dem Neujahrsempfang der SPD am Donnerstag stand ein Mann im Mittelpunkt, der sonst nie das Rampenlicht gesucht hat. Wilhelm Schneider erhielt für seine Verdienste für die Partei die Willy-Brandt-Medaille.
Man stelle sich vor: In einer vertraulichen Sitzung beraten die Stadträte über einen neuen Vorarbeiter für den Bauhof. Aus heiterem Himmel beantragt ein CSU-Stadtrat die gleiche Höherstufung für einen Rat der SPD, "weil er doch immer da wäre, wenn man die Hilfe des Bauhofes brauche, immer hilfsbereit und tatkräftig sei". Der CSU-Stadtrat war Friedl Tschöp, der SPD-Mann Willi Schneider, der am Donnerstag auf dem Neujahrsempfang der SPD die Willy-Brandt-Medaille erhielt. "Einen schöneren Beweis für alles, was man positives über Willi Schneider sagen kann, gibt es wohl nicht", sagte Laudator und Altbürgermeister Josef Billinger.
Josef Billinger sprach seine Rede nicht als Laudator, sondern als Freund, Weggenosse und ehemaliger Dienstherr, der "den Willi aus nächster Nähe erlebt hat und es noch immer tut". Die Willy-Brandt-Medaille habe er sich im wahrsten Sinne des Wortes erdient. "Sozial" sei Willi Schneiders ganz persönliches Leitmotiv, das er - ohne je groß darüber zu reden - real gelebt habe. Auf eine stille, doch stehts wache und produktive Weise - eben auf seine Weise.
Ein Beispiel für die selbstlose Hilfsbreitschaft von Willi Schneider war nach Meinung Billingers auch etwas, an das sich noch viele Vilsbiburger erinnern dürften: der unermüdliche Einsatz des treuen SPD Mitglieds, wenn es daran ging, Plakate für den Wahlkampf aufzustellen. Waren die Wahlen vorbei, seien die SPD-Plakate immer als Erste verschwunden. "Zuverlässig, als ob da eine ganze Kolonne am Werk gewesen wäre. Die Kolonne hieß Willi Schneider", sagte der ehemalige Bürgermeister. Auch, dass er 30 Jahre Stadtrat war , ohne gesellschaftlich, politisch oder wirtschaftlich im Rampenlicht gestanden zu haben, sei ein überzeugender Ausdruck der Wertschätzung seitens der Vilsbiburger gewesen.
Auch zweiter Bürgermeister Johann Sarcher erzählte zum Abschluss des offiziellen Teils noch eine Anekdote, die seiner Meinung nach am besten zeige, wie wichtig Willy Schneider die SPD war und ist. Wenn es wieder einmal länger gedauert hatte, egal ob bei einer Versammlung oder beim Plakate kleben, hat er auf die Frage seiner Frau, warum es denn wieder so lange gedauert habe, meistens folgendes geantwortet: "Tut mir leid, aber die Uhr stand hinter mir." Deshalb habe er natürlich nie sehen können, wie spät es ist. Willi Schneider nahm die Willy-Brandt-Medaille an, wie er sie sich verdient hatte: bescheiden und voller Dank.
Allerdings ließ er es sich auch nicht nehmen, dem Ortsverein ins Gewissen zu reden. Besonders die jungen Parteifreunde von der SPD mahnte er, dass sie wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen müssten.
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Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.