Der AK zu Besuch bei der SPÖ in Linz

Veröffentlicht am 23.10.2011 in Allgemein

Bei der „morgen.rot“-Konferenz in Linz: v.l. Martin Auer, Joschi Ackerl und Rainer Pasta

Freundschaft braucht Werte - „und: Wir sind morgen.rot“
Der AK Labertal bei der Antrags-Konferenz der SPÖ OÖ in der Linz

Seinen vorläufigen Abschluss fand der „morgen.rot“-Reformprozess der oberösterreichischen SPÖ bei der Antrags-Konferenz in der Linzer Tabakfabrik am vergangenen Samstag. Martin Auer (SPD Schierling) und Rainer Pasta, als Sprecher des SPD-Arbeitskreises Labertal, nahmen auf Einladung des stellvertretenden Landeshauptmann und Parteivorsitzenden, Joschi Ackerl, an der Konferenz teil und informierten sich aus erster Hand über die Reformbeschlüsse der österreichischen GenossInnen. Jeweils einstimmig angenommen wurden Anträge zu den Themengebieten Arbeit, Migration, Bildung, Gesundheit und Kommunalpolitik sowie eine Reihe von Organisationsreformen.

Unter anderem fordert die Landes-SPÖ eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche ohne Lohnkürzungen, eine Wertschöpfungsabgabe zur Finanzierung des Gesundheitssystems, ein eigenes Ministerium für Integration sowie Reformen im Schulbereich. Beschlossen wurden auch ein ebenfalls schon länger vorbereiteter Antrag mit der Forderung nach einer Neuregelung der Finanzströme zugunsten der Gemeinden, wie sie auch eine Bürgermeister-Initiative verlangte.
Auch sich selbst setzt die SPÖ Oberösterreich Vorgaben. Bis 2013 soll der Mitgliederstand um zwei Prozent erhöht werden und die parteiinternen Diskussionsveranstaltungen, die das morgen.rot-Projekt prägten, sollen fortgeführt werden. Joschi Ackerl, Landesparteivorsitzender der SPÖ OÖ und Initiator des morgen.rot-Projekts, sah vor allem die lebendigere Diskussion innerhalb der Partei als entscheidenden Fortschritt. „Eine Partei darf sich nicht auf einen Wahlverein reduzieren, bei dem die Parteispitze vor Wahlen die politischen Forderungen vorgibt und Meinungsforscher und Werbeagenturen den Rest erledigen“, sagte Ackerl den Gästen aus Bayern. Leider habe sich das „demokratische Binnenleben auch in der gesamten österreichischen Sozialdemokratie“ zunehmend reduziert. Was umso schlimmer sei, wenn auch wir als Parteispitze nicht wissen, was denn Ziele und Forderungen der Partei sein sollten. Politische Analyse und Meinungsfindung geschah dann nur mithilfe von Umfragen und Meinungsforschern, so Joschi Ackerl selbstkritisch.

„Mit morgen.rot ist jedenfalls in Oberösterreich die Partei wieder aktiviert, die politische Meinungsbildung innerhalb der SPÖ wieder belebt worden. Ein gutes Beispiel, wie auch wir unsere Mitglieder zur Mitarbeit motivieren können“, stellte Rainer Pasta fest. Insgesamt fanden seit Beginn des morgen.rot-Projekts nach der Wahlniederlage 2009, 300 parteiinterne Veranstaltungen statt, an denen 15.000 Mitglieder und Unterstützer der Sozialdemokratie teilgenommen haben. „Die heutige Antrags-Konferenz sowie der SPÖ-Parteitag am 19. November sind jetzt der Startschuss zur Umsetzung der im morgen.rot-Prozess erarbeiteten Ziele. Wir sind gespannt darauf, die unsere Nachbarn in Oberösterreich das machen werden“, so Martin Auer.

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.