
Einmal mehr mit Bildungsfragen hatte sich die Kreistagsfraktion der SPD zu befassen.
SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Ministeriums-Entscheidung und fordert Taten

SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Ministeriums-Entscheidung und fordert Taten
"Schnee von gestern" seien die bisherigen unterschiedlichen Meinungen über die Notwendigkeit eines weiteren Gymnasiums im Kreistag von Landshut, sagte Fraktionssprecherin Ruth Müller in der letzten Sitzung ihrer Fraktion. Rund 24.600 Bürger aus dem Landkreis Landshut hätten ein eindeutiges Votum für einen Neubau abgegeben und das Ministerium die fachliche Bestätigung erneuert. Nun gelte es, das Vorhaben möglichst schnell umzusetzen. Dabei dürfe man sich nicht von einer, meist sehr vordergründigen Standortdiskussion den Blick verstellen lassen.
Veldens Bürgermeister Gerhard Babl stellte sich auf den Standpunkt, das Augenmerk müsse darauf liegen, die in manchen Landkreisteilen geringen Übertrittsquoten zu erhöhen und die neue Schule dort platzieren. Peter Barteit ergänzte, es gebe darüber hinaus noch eine Reihe Belange zu prüfen. Wichtig sei beispielsweise auch die richtige fachliche Ausrichtung, um einerseits keine bestehende Einrichtung zu gefährden, andererseits jedoch bereits überbelegte Gymnasien zu entlasten. Einig war man sich, dass man den Neubau nicht von bestehenden Schulbuslinien abhängig machen dürfe, seien diese doch jederzeit veränderbar.
Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard ergänzte, man müsse auch die geänderten Übertrittsbedingungen in die Überlegungen einbeziehen. Es sei bedenklich, dass der bisherige Notenschnitt von 2,5 für die Aufnahme weggefallen sei. Damit könne man die Gymnasien in den Eingangsklassen zwar gut füllen; eine Qualitätssteigerung werde damit aber sicher nicht erreicht.
Der Bucher Bürgermeister Franz Göbl mahnte in diesem Zusammenhang, man dürfe angesichts der Diskussion um den zur Hochschulreife führenden Bildungsweg die übrige Schulsituation nicht aus den Augen verlieren. Auf dem Sektor der beruflichen Schulen stehe man im Zweckverband vor einem gewaltigen Nachholbedarf, der baldmöglichst aufgearbeitet werden müsse.
Darüber hinaus sei die Situation der Hauptschulen bedrohlicher denn je.
Die neuesten Konzepte ließen einen Schülertourismus ungeahnten Ausmaßes befürchten. Es sei nicht vorstellbar, dass dies von den Eltern so akzeptiert werde. Ein noch größeres Problem wäre gegeben, wenn man immer mehr Schüler aus den kleineren Gemeinden heraustransportiere. Dadurch schwäche man die Bindung der jungen Leute an ihre Heimatorte, was sich bei ihren späteren Entscheidungen nachteilig bemerkbar machen werde. Die Frage der Wohnortwahl und das Engagement im ehrenamtlichen Bereich würden so sicher nicht positiv beeinflusst. Die Fraktion war sich einig, dieses Thema nochmals vertiefender zu diskutieren.
Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard begrüßte die sich nun abzeichnende Einigung in der Frage der Musikschulen. Man müsse das Engagement des Landkreises bei der Förderung dieser wichtigen Bildungseinrichtungen durchaus würdigen. Allerdings sei diese auch vor einem historischen Hintergrund zu sehen. Die Kreistagsmehrheit habe sich vor rund 20 Jahren bewusst so entschieden, um den Bau einer Kreismusikschule zu umgehen. Entscheidend für die kommunalen Musikschulen müsse eine weitgehende Planungssicherheit sein. Daher dürfe der Zuschuss des Landkreises nicht gedeckelt, sondern müsse bedarfsgerecht ausgezahlt werden. Bildungs- und Gebührengerechtigkeit sei hier aber auch das obere Ziel und so sei es endlich an der Zeit, die "Auswärtigenzuschläge" abzuschaffen. Wenn das über den Landkreis nicht geregelt werde, sollten die Nachbargemeinden der Musikschulen diese Arbeit für die kulturelle Bildung der Jugend anerkennen und bereit sein, die Differenz auszugleichen. Die Sitzgemeinden von Musikschulen sollten sich auch ihrer Aufgaben als zentrale Orte bewusst werden. "Nur wenn in zumutbarer Entfernung ein bezahlbarer Musikschulplatz angeboten werden kann, sei musikalische Bildungsgerechtigkeit gegeben", so Ruth Müller, die auch in ihrer Heimatgemeinde Pfeffenhausen für eine Kooperation mit der Rottenburger Musikschule plädiert.
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Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.