Damit die Gesellschaft zusammenwächst

Veröffentlicht am 20.12.2013 in Kreistagsfraktion

Spende der SPD-Kreistagsfraktion für Integrations- und Migrationsarbeit des Vereins SODEM e.V.

„Integration“ stand im Mittelpunkt der Beratungen der SPD-Kreistagsfraktion in der letzten Sitzung des Jahres. In seinem Grußwort meinte Zweiter Bürgermeister Hans Sarcher „Auch heuer haben wir einen Verein gefunden, der vieles in Vilsbiburg bewegt hat und auch weiterhin vorantreiben wird, was wir von der SPD als sehr wichtig einstufen. Dieser Verein nennt sich SODEM e.V. (Verein für soziale Förderung und Bildung).“ Er unterstütze alle Migrantenkinder und deren Eltern bei ihren alltäglichen Problemen.

Die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller, MdL erläuterte, dass man anstelle von Weihnachtskarten jedes Jahr eine Spende mache. In diesem Jahr habe man sich für SODEM e.V. entschieden, denn der Verein passe ganz genau zu dieser Spendenaktion. In diesem Jahr seien viele Aktionen mit dem Thema „Integration“ und immer wieder auch mit dem Verein durchgeführt worden. Die erste Veranstaltung habe Anfang des Jahres den Europaabgeordneten Ismail Ertug nach Vilsbiburg geführt. Eine weitere, nämlich das „Internationale Kinderfest“, des Vereins SODEM e.V. habe in der Mittelschule stattgefunden. Auch die Initiative von Tuba Altuntas, der2. Vorsitzenden des Vereins SODEM e.V. und Kandidatin für den Kreistag) mit Ismail Ertug zum Thema „doppelte Staatsbürgerschaft“ sei in Vilsbiburg gut angenommen worden. Somit werde deutlich, wie sehr das Thema „Integration“ in Vilsbiburg und Umgebung eine wichtige Rolle spiele.

Es sei auch ein großer Wunsch der SPD Kreistagsfraktion gewesen, in die nächste Kreistagsperiode Bürger mit Migrationshintergrund einzubinden, berichtete Ruth Müller. Dies sei deutlich gelungen, denn neben Tuba Altuntas aus Vilsbiburg stünden mit Filiz Cetin, Ugur Sahin und Gökce Göktürk noch drei weitere Personen auf der Kreistagsliste und kandidieren auch in ihren Kommunen. Die SPD hoffe, dass es gelinge, mit ihnen den künftigen bunter zu gestalten und auch Vertreter und Ansprechpartner für Migrantenbürger zu haben.

Im neuen Koalitionsvertrag sei von der SPD Entscheidendes für die Integration durchgesetzt worden. Beispielsweise entfalle künftig die Optionspflicht für ausländische Bürger. Außerdem sei die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Aydan Özoguz als Ministerin für Integration vereidigt worden. Durch diese Beispiele sehe man deutlich, welche Fortschritte das Zusammenwachsen der Gesellschaft bereits gemacht habe.
Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard meinte, dass durch die verjüngte und internationalisierte Kreistagsliste eine Türe geöffnet worden sei. Man könne dies als einen guten Schritt bezeichnen. Auch im Landratsamt gebe es eine Ansprechpartnerin für diesen Themenbereich. „Denn ohne Integration gehe nichts vorwärts“, meinte Engelhard und freute sich, dass die Jahressspende der SPD-Kreistagskfraktion wieder einen guten Zweck erfülle Tevfik Sendöl, der Vorsitzende des Vereins SODEM für soziale Förderung und Bildung e.V. bedankte sich für die finanzielle Unterstützung und stellte kurz die wichtigsten Projekte seiner Organisation dar. Die SPD-Spende solle für ein Projekt „Sprachkurs für Jugendliche mit Migrationshintergrund“ in der VHS verwendet werden.

Bild:
Die Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ruth Müller (Mitte) übergibt den Vorsitzenden des Vereins SODEM e.V. Tevfik Sendöl und Tuba Altuntas (2. und 3. von rechts) die Spende der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.