Weichen stellen statt Entgleisungen riskieren!

Veröffentlicht am 18.12.2013 in Presse

Für den europäischen Eisenbahnmarkt und seine Beschäftigten steht derzeit viel auf dem Spiel: Unter anderem geht es um die Trennung zwischen Netz und Betrieb. In einer langen Abstimmung hat der Verkehrsausschuss im Europäischen Parlament am Dienstag für das Vierte Eisenbahnpaket votiert - und damit über die Zukunft des europäischen Eisenbahnraums abgestimmt. Der Ausschuss hat sich etwa für eine zentrale Zulassungsstelle, die Öffnung des nationalen Schienenpersonenverkehrs sowie die Ausschreibungspflicht für öffentliche Dienstleistungsaufträge ausgesprochen.

"Es wird höchste Zeit in der Eisenbahnpolitik die nationalen Brillen abzusetzen! Nur eine Politik die sich an europäischen Interessen orientiert, stellt die richtigen Weichen, um den Verkehrsträger Schiene endlich voran zu bringen", mahnt der SPD-Verkehrsexperte Ismail Ertug nach der Abstimmung, in deren Vorfeld die Europaabgeordneten bereits großem Druck aus den Mitgliedstaaten ausgesetzt waren. Das Vierte Eisenbahnpaket sei grundsätzlich ein wichtiger Impuls für die Schaffung eines europäischen Eisenbahnraums. "Wir haben heute über viele bedeutende Forderungen abgestimmt, die es künftig technisch und bürokratisch einfacher machen, Züge zwischen verschiedenen Ländern einzusetzen."

"Leider sind bei der Abstimmung jedoch mehrere Positionen durchgekommen, die für die Schaffung eines gemeinsamen Markts keinesfalls zielführend sind", so Ismail Ertug. Die Anforderungen zur Unabhängigkeit zwischen Infrastrukturbetrieb und Eisenbahnunternehmen gingen zum Beispiel deutlich über das hinaus, was nötig sei, um einen fairen Zugang zu den Schienen zu gewähren. "Mit dem jetzigen Text wird nicht nur das Funktionieren von Holding-Strukturen im Eisenbahnsektor in Frage gestellt, sondern auch die Finanzierung unserer Infrastruktur gefährdet."

Auch bei den Bestimmungen zur öffentlichen Auftragsvergabe sieht Ismail Ertug noch kein Land in Sicht: "Eine erneute Überarbeitung der kürzlich in Kraft getretenen Gesetzgebung muss sich auf die Kernziele reduzieren. Das sind die Öffnung des inländischen Schienenpersonenverkehrsmarkts und die Ausschreibungspflicht für Eisenbahnverkehrsleistungen." Wenig sachdienlich seien hingegen detaillierte Regelungen zur Gestaltung von Nahverkehrsplänen oder Bereitstellung von Fahrzeugen für potenzielle Betreiber durch die Behörde.

"Die Kuh ist noch lange nicht vom Eis. Auf keinen Fall dürfen gute Vorschläge zur Vereinheitlichung von Technik und Verfahren unter die Räder stur ideologischer Ansichten kommen", so Ismail Ertug. Voraussichtlich Ende Februar wird das Plenum über das Vierte Eisenbahnpaket abstimmen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.