Bundesregierung behindert Bahnelektrifizierung

Veröffentlicht am 27.09.2012 in Verkehr

Bahn und SPD wollen Elektrifizierung Hof-Regensburg - Bundesregierung scheinbar nicht

Zentrales Thema im Gespräch der SPD-Bundestagsabgeordneten Bayerns mit Mitgliedern des Vorstands der Deutschen Bahn AG in Berlin war wieder einmal die dringend notwendige Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg.
Bei dem Gespräch, an dem auch der Vorstandsvorsitzende der DB Bahn Fernverkehr, Berthold Huber, und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Region Süd und den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, teilnahmen, machte MdB Marianne Schieder deutlich: "Es ist höchste Eisenbahn, dass die CSU und allen voran Minister Ramsauer die Bevölkerung nicht länger mit leeren Versprechungen abspeisen, sondern endlich verbindlich handeln."

Sie ärgere sich, so Marianne Schieder, über das Nichtstun der Bundesregierung. "Wenn wir die Chancen für die Oberpfalz nicht länger verhindern und die Strecke zeitnah elektrifizieren wollen, brauchen wir so schnell wie möglich verbindliche Vereinbarungen und belastbare Zusagen. Alles andere ist Augenwischerei. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln, damit die Bahn mit den Planungen starten kann", so die Bundestagsabgeordnete.

Von Seiten der Vertreter der Deutschen Bahn wurde dazu erneut betont, wie wichtig für sie das Vorhaben sei. Allerdings fehle noch immer ein klares Signal von Seiten der Bundesregierung. Dieses könnte die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sein, was allerdings erst 2015 wieder möglich ist, weil die Bundesregierung die ursprünglich geplante Novellierung 2013 verschoben hat. Alternative wäre jetzt ein Vertrag, auf dessen Basis die Deutsche Bahn mit der Planung beginnen könne.

Wie ernst es nun der Bundesregierung und insbesondere Minister Ramsauer mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg ist, lässt MdB Marianne Schieder im Rahmen einer Anfrage an die Bundesregierung derzeit klären. Es bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Fall die Versprechungen der CSU nicht auch als reines Luftschloss erweisen, wie beim Ausbau der Verbindung München-Prag.

"Der Neu- und Ausbau einer schnellen Bahnverbindung von München nach Prag, und erst recht die sogenannte Donau-Moldau-Bahn, ist reine Wunschvorstellung", resümiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder im Nachgang zum Gespräch mit der Deutsche Bahn AG. "Ich habe die Vertreter der Deutsche Bahn AG explizit nach den Plänen für diese Strecke gefragt. Darauf wurde mir entgegnet, dass der notwendige Neubauanteil für dieses Vorhaben nicht in Ansätzen rentabel sei", berichtet die Abgeordnete.

Was die Verbindung nach Prag betrifft, stieß Marianne Schieder bei den Bahnvertretern schon eher auf offene Ohren, als sie den Ausbau der Strecke über Schwandorf nach Furth im Wald und weiter nach Prag - als Alternative zur Variante nach München - erneut auf den Tisch brachte. "Dies hätte vor allem auch den Vorteil, dass man in diesem Zuge die Verbindung von Schwandorf nach Nürnberg weiter ausbauen könnte. Dies würde die gesamte Oberpfalz enorm aufwerten", erläutert Marianne Schieder.

 

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„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

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