Atomkraftwerk Temelin in Tschechien

Veröffentlicht am 27.08.2010 in Umwelt

Einwände noch bis 30. September möglich

Aus der Tatsache, dass bislang kaum Bürger entlang der deutsch-tschechischen Grenze die Erweiterungspläne zum Atomkraftwerk Temelin in Tschechien eingesehen haben, kann man nicht schließen, dass die Oberpfälzer keine Einwände gegen den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerkes haben.“ Mit dieser Aussage reagiert MdL Reinhold Strobl, Sprecher der oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordneten, auf entsprechende Meldungen: „Die Menschen in Bayern wollen den Ausstieg aus der Atomenergie. Das haben sie mit über 30.000 Unterschriften – davon viele aus der Oberpfalz - im Rahmen einer Massenpetition erst kürzlich deutlich gemacht. Die Oberpfälzer haben mit Erfolg die atomare Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf verhindert. Sie wollen auch keinen Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin.“ so Strobl.

Die Menschen wollten vielmehr den Ausstieg aus der Atomenergie und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Viele Gemeinden in der Oberpfalz würden sich darum bemühen, energieautark zu werden. Im Übrigen sei auch Uran nicht unendlich vorhanden, sondern nur noch für einen bestimmten Zeitraum. Deshalb müsse man sich frühzeitig umstellen. Weiterhin sei nirgends die Endlagerung endgültig geregelt – weder in Deutschland noch in Tschechien sei die Endlagerung geklärt. Das sei mehr als unverantwortlich gegenüber kommenden Generationen.

Das Verfahren läuft, so Strobl, nicht nach EU-Recht, da eine entsprechende Änderung in Tschechien erst in Kraft trat, als das Genehmigungsverfahren zu Temelin schon lief. So könne man zwar Einwände gegen das Projekt vorbringen, aber – weil es nicht nach EU-Recht durchgeführt werde – nicht dagegen klagen.

Ab sofort findet sich ein Vordruck für eine Einwendung zur Umweltverträglichkeitsprüfung Temelin auf der Homepage des Abgeordneten: http://www.reinhold-strobl.de.

Wer sich weiter informieren will: http://www.stmug.bayern.de/umwelt/reaktorsicherheit/index.htm

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.