Wann wird Niederbayern Spitzenregion?

Veröffentlicht am 14.02.2009 in Regionalpolitik

Stellungnahme der Niederbayern-SPD zum 2. Sozialbericht der Staatsregierung

„Seit Jahrzehnten hört man von der Staatsregierung den Spruch von der „Aufsteigerregion Niederbayern“. Allein es fehlen echte Fortschritte, damit aus der Aufsteigerregion auch eine „Spitzenregion“ wird“, bemängelte SPD-Pressesprecher Dr. Bernd Vilsmeier in einer Pressemitteilung der Niederbayern SPD zum II. Sozialbericht der bayerischen Staatsregierung.

Für die Niederbayern SPD stellt dieser Sozialbericht eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Verbesserung und Angleichung der Lebens- und Arbeitverhältnisse in Bayern dar. Die großen Unterschiede z. B. in Einkommen, Bildungschancen, Arbeitslosigkeit und Armutsrisiko insbesondere auch zwischen Niederbayern und dem benachbarten Oberbayern müssen angeglichen werden, damit Bildung und Wohlstand für alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern einigermaßen gleichmäßig verteilt werden.

Dass Niederbayern beim verfügbaren Realeinkommen mit 15.119 Euro auf dem letzten Platz in Bayern liegt, und damit um 11,8 Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt und sogar fast um 20 Prozent unter dem Durchschnitt Oberbayerns, ist ebenso wenig hinnehmbar, wie die Tatsache, dass Niederbayern mit einem Anteil von nur 23,1 Prozent den geringsten Schüleranteil in den Gymnasien hat. Dem steht zwar der Spitzenplatz von 32,2 Prozent bei den Realschülern gegenüber. Dies zeigt aber auch, dass die Berufssaussichten für Abiturienten in Niederbayern wohl nicht die besten sind, wo es doch allgemein anerkannt ist, dass jeder akademische Arbeitsplatz weitere Arbeitsplätze nach sich zieht. Und auch die in Niederbayern starke und hoch entwickelte Fahrzeugindustrie mit ihren Zulieferern dringend auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen ist, damit sie im globalisierten Wettbewerb bestehen kann.

Mit dieser unangemessenen Einkommensverteilung ist Armut im Alter geradezu vorprogrammiert. Deshalb wird sich die Niederbayern SPD weiter für angemessene Mindestlöhne einsetzen, denn Niederbayern darf nicht länger das „Niedriglohngebiet“ Bayerns bleiben. Dass „Niederbayern eine von Haus aus strukturschwache Region ist“ wird sogar von niederbayerischen CSU-Politikern bestätigt. Dies will aber der Staatsminister a. D. Erwin Huber nicht wahrhaben. Aber dass Niederbayern von der „Aufsteigerregion“ zur „Spitzenregion“ wird, braucht es Investitionen in Infrastruktur und Bildung, anstatt nur schönes Gerede.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.