Angriff auf die soziale Gerechtigkeit

Veröffentlicht am 26.11.2010 in Soziales

stv. VdK-Vorsitzender MdL Achim Werner (rechts) im Gespräch mit Ruth Müller

SPD-Kreisvorsitzende im Gespräch mit dem stellvertretenden bayerischen VdK-Vorsitzenden Achim Werner

Gewerkschaften und Sozialverbände rufen zu einem „Proteststurm im Herbst“ gegen die geplanten Kürzungen im Sozialbereich auf. Die Sichtweise des VdK Bayern diskutierte die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller, die selbst VdK-Mitglied ist, mit dem stellvertretenden VdK-Vorsitzenden, MdL Achim Werner.

Die Folgekosten der Finanzkrise werden den Ärmeren aufgeladen, während die Einkommensstarken verschont bleiben, stellte Werner fest.
Während die Banken milliardenschwere Bürgschaften bekämen, wüssten viele Rentner nicht, wie sie ohne Heizkostenzuschuss den nächsten Winter überstehen sollen, machte Werner deutlich. 46 Prozent der Zuschuss-Empfänger seien Rentner.

Mangelndes soziales Einfühlungsvermögen der schwarz-gelben Regierung kritisierte Ruth Müller. Es könne nicht sein, dass man alleinerziehenden Müttern, die auf Grundsicherung angewiesen seien, das Elterngeld streiche. In der Gesundheitspolitik gebe es eine „Rolle rückwärts“, wenn Versicherte beim Arzt künftig Vorkasse leisten müssen, so Achim Werner. Der Bundesgesundheitsminister plane, dass Patienten künftig Arztleistungen sofort bezahlen müssen. Die Krankenkassen entscheiden im Nachhinein, ob die Kosten erstattet werden. Habe man als Patient Leistungen erhalten, die nicht notwendig waren, bleibe man auf der Rechnung sitzen. Damit werde der Grundpfeiler unserer solidarischen Krankenversicherung infrage gestellt, der garantiere, dass Menschen zum Arzt gehen können, ohne vorher fragen zu müssen, ob ihr Geld dazu reicht, folgert Ruth Müller aus diesen Plänen.

Die von Schwarz-Gelb geplanten Sparprogramme, Kürzungen der Sozialleistungen, Einschnitte in die öffentliche Daseinsvorsorge und das Bildungssystem verschlechtern die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die abhängig Beschäftigten Menschen, die Rentner und die sozial Schwachen der Gesellschaft.

Das Gemeinwohl müsse durch einen fairen Lastenausgleich geschützt werden, waren sich die beiden Politiker einig. Die Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer könne zwischen 14 und 30 Milliarden Euro in die Kassen spülen und die Rücknahme der Steuersenkungen für Hoteliers und Gutbetuchte schlage mit 3,5 Milliarden Euro auf der Habenseite zu Buche.

Ziel müsse es auch sein, endlich einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro zu erreichen, damit Dumpinglöhne nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit finanziert werden müssen. Dies trage auch gleichzeitig dazu bei, Altersarmut in der Zukunft zu verhindern. Gegen den Angriff auf das Gemeinwohl werde man als bayerische SPD gemeinsam mit den Gewerkschaften und Sozialverbänden Widerstand leisten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.