Kein Steinbruch für Einsparungen - Kürzungen von CDU/CSU und FDP kontraproduktiv

Veröffentlicht am 28.11.2010 in Bundespolitik

Für die Niederbayern-SPD ist die Halbierung der Städtebauförderung durch die CDU/CSU/FDP-Bundesregierung von 610 Millionen auf 305 Millionen Euro unerhört. Für Bayern bleiben für 2011 so nur noch etwa 8 Millionen übrig; 2010 waren es noch 51 Millionen.
Das Städtebauförderungsprogramm war immer ein Motor für eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische kommunale Entwicklung, so die SPD-Bezirksvorsitzende Johanna Werner-Meggendorfer MdL, die mit dem SPD-Bezirksvorstand bei der Bürgermeisterin und Bezirksrätin Rita Röhrl in Teisnach zu Gast waren.
Leider nutzen die CDU/CSU und FDP ausgerechnet dieses wichtige regionale Förderinstrument als Steinbruch für ihre Einsparungen, um ihre Klientelpolitik zu finanzieren.

Aus bisherigen Untersuchungen ist bekannt, dass jeder Euro Städtebauförderung etwa 5 bis 8 Euro an Nachfolgeinvestitionen auslöst, erklärt Werner-Muggendorfer. Und dabei teilen sich Bund, Länder und Kommunen diesen Euro zu etwa je einem Drittel. Allein für den Anteil des Bundes bedeutet dies, bei einem Einsatz von 33 Cent Umsätze von 6 bis 9 Euro generiert werden. Das erbringt also Mehrwertsteuereinnahmen von 0,96 bis 1,44 Euro pro investierte 33 Cent. Das heißt im Umkehrschluss, dass circa das 3- bis 5-fache des investierten Geldes allein als Mehrwertsteuereinnahme wieder zurück fließt; ganz abgesehen von den anderen Wirkungen auf die regionalen Wirtschafts- und Sozial-strukturen.

Schon allein deshalb ist es absolut unverständlich, warum ein so relativ kleiner Budgetposten, der bekanntermaßen enorme Rückflüsse auch für den Bundeshaushalt generiert, als Steinbruch für Kürzungen herhalten muss, dafür hat Johanna Werner-Muggendorfer kein Verständnis. Der weitere Dominoeffekt, dass dann auch die Länder und Kommunen ihre Investitionen entsprechend zurückfahren, und dessen Auswirkungen auf die vielfachen regionalen Wirtschaftsbereiche ist überhaupt nicht absehbar. Daher kann man davon ausgehen, dass dies nicht nur für die kommunalen Finanzen, sondern auch für die gesamte Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland fatale Folgen haben wird; Folgen, die nicht so einfach wieder behoben werden können.

Foto: Der SPD-Bezirksvorstand mit der Vorsitzenden Johanna Werner-Muggendorfer und Bürgermeisterin und SPD-Bezirksrätin Rita Röhrl in Teisnach haben kein Verständnis für die Kürzungen bei dem Städtebauförderungsprogramm.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.