Akzeptanz des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr gefährdet

Veröffentlicht am 28.10.2011 in MdB und MdL

MdB Werner Schieder gegen Verlagerung von Hubschrauber-Übungsflügen zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Die Presseberichterstattung über eine mögliche Verlagerung von
Hubschrauber-Übungsflügen von Ansbach auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels hat MdB Werner Schieder zum Anlass genommen, sich mit einem Schreiben an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann zu wenden. Dieser habe eine Verlagerung von Hubschrauberflügen zugesagt, zitiert der Neue Tag Weiden den stellvertretenden ver.di-Bezirksgeschäftsführer Karl-Heinz Winter.

MdB Werner Schieder schreibt in seinem Brief an den Innenminister unter anderem: „Seit mehreren Monaten besteht in der nördlichen Oberpfalz die Befürchtung, die US Army könnte Hubschrauber-Übungsflüge aus Ansbach an die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels verlagern. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Vorstoß der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel und des örtlichen Bundestagsabgeordneten Josef Göppel.

Der heutigen Presseberichterstattung in der Zeitung „Der Neue Tag“
entnehme ich, dass die Gewerkschaft ver.di eine Meldung kommentiert, „wonach Innenminister Joachim Herrmann die Verlagerung der Hubschrauberflüge von Ansbach auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels zugesagt habe. Diese Aussage habe Herrmann gegenüber einer Minderheit, der sogenannten Bürgerinitiative ‚Etz langt’s‘ in Ansbach gemacht“. Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich weiterhin verwundert darüber, „dass es einen bayerischen Innenminister gibt, der alleine für die Region Ansbach zuständig ist!“

Schon jetzt finden auf den Truppenübungsplätzen in Grafenwöhr und
Hohenfels Übungsflüge der US-Einheiten statt. Die damit verbundenen Einschränkungen wurden bisher von der örtlichen Bevölkerung weitestgehend akzeptiert, da mit dem Truppenübungsplatz zahlreiche Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region verbunden sind. Aktuell sind viele dieser Arbeitsplätze durch die Sparvorhaben der US-Regierung allerdings akut bedroht. Wenn nun gleichzeitig darüber diskutiert wird,
die jetzt schon großen Belastungen der Anwohner noch weiter zu erhöhen, so hat dies Folgen für die Akzeptanz des Truppenübungsplatzes in der Bevölkerung.

Sehr geehrter Herr Staatsminister, ich bitte Sie um eine Stellungnahme zu den in der Presse verlautbarten Äußerungen, sie hätten eine Verlagerung der Hubschrauber-Übungsflüge zugesagt. Weiterhin bitte ich Sie, sich in dieser Frage als Staatsminister des Innern Ihrer Verantwortung für ganz Bayern bewusst zu sein und sich demgemäß auch für die berechtigten Interessen der Menschen in den
Truppenübungsplatz-Randgemeinden einzusetzen – und diese möchten keine zusätzlichen Übungsflüge!“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

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120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.