MdB Werner Schieder gegen Verlagerung von Hubschrauber-Übungsflügen zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Die Presseberichterstattung über eine mögliche Verlagerung von
Hubschrauber-Übungsflügen von Ansbach auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels hat MdB Werner Schieder zum Anlass genommen, sich mit einem Schreiben an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann zu wenden. Dieser habe eine Verlagerung von Hubschrauberflügen zugesagt, zitiert der Neue Tag Weiden den stellvertretenden ver.di-Bezirksgeschäftsführer Karl-Heinz Winter.
MdB Werner Schieder schreibt in seinem Brief an den Innenminister unter anderem: „Seit mehreren Monaten besteht in der nördlichen Oberpfalz die Befürchtung, die US Army könnte Hubschrauber-Übungsflüge aus Ansbach an die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels verlagern. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Vorstoß der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel und des örtlichen Bundestagsabgeordneten Josef Göppel.
Der heutigen Presseberichterstattung in der Zeitung „Der Neue Tag“
entnehme ich, dass die Gewerkschaft ver.di eine Meldung kommentiert, „wonach Innenminister Joachim Herrmann die Verlagerung der Hubschrauberflüge von Ansbach auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels zugesagt habe. Diese Aussage habe Herrmann gegenüber einer Minderheit, der sogenannten Bürgerinitiative ‚Etz langt’s‘ in Ansbach gemacht“. Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich weiterhin verwundert darüber, „dass es einen bayerischen Innenminister gibt, der alleine für die Region Ansbach zuständig ist!“
Schon jetzt finden auf den Truppenübungsplätzen in Grafenwöhr und
Hohenfels Übungsflüge der US-Einheiten statt. Die damit verbundenen Einschränkungen wurden bisher von der örtlichen Bevölkerung weitestgehend akzeptiert, da mit dem Truppenübungsplatz zahlreiche Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region verbunden sind. Aktuell sind viele dieser Arbeitsplätze durch die Sparvorhaben der US-Regierung allerdings akut bedroht. Wenn nun gleichzeitig darüber diskutiert wird,
die jetzt schon großen Belastungen der Anwohner noch weiter zu erhöhen, so hat dies Folgen für die Akzeptanz des Truppenübungsplatzes in der Bevölkerung.
Sehr geehrter Herr Staatsminister, ich bitte Sie um eine Stellungnahme zu den in der Presse verlautbarten Äußerungen, sie hätten eine Verlagerung der Hubschrauber-Übungsflüge zugesagt. Weiterhin bitte ich Sie, sich in dieser Frage als Staatsminister des Innern Ihrer Verantwortung für ganz Bayern bewusst zu sein und sich demgemäß auch für die berechtigten Interessen der Menschen in den
Truppenübungsplatz-Randgemeinden einzusetzen – und diese möchten keine zusätzlichen Übungsflüge!“