Betriebsrätekonferenz der SPD in Berlin

Veröffentlicht am 27.10.2011 in Arbeit & Wirtschaft

MdB Marianne Schieder begrüßte Betriebsräte und Vertrauensleute der emz-Hanauer GmbH aus Nabburg, Helmut Bösl, Herbert Laubmann, Thomas Gschrey und Alfred Zinnbauer bei der Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion.

Eckpunktepapier der SPD-Fraktion „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ vorgestellt

Unter dem Titel „Flächentarife ausbauen – Entgeltgleichheit durchsetzen“ lud die SPD-Bundestagsfraktion am 26. Oktober 2011 zur Betriebs- und Personalrätekonferenz in die Bundeshauptstadt ein. Die Schwandorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder freute sich sehr, wieder Teilnehmer aus der Oberpfalz in Berlin begrüßen zu können. Mit den Experten diskutierten sie u.a. über Leiharbeit, die Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern, die Situation an den Finanzmärkten und über Grundsätze zur Tarifarbeit.

Eingangs referierte Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier über Strategien um das Tarifsystem zu stärken und Fachkräfte zu sichern. Fakt sei, dass es seit Mitte der 1990er Jahre einen Rückgang der Tarifbindung gebe. 2010 seien nur noch 52% der Beschäftigten und 30% der Betriebe tarifgebunden gewesen. Die Politik müsse daher bessere Rahmenbedingungen für eine Stabilisierung und den Ausbau des Tarifvertragssystems schaffen.

Über mehr Fairness durch mehr Mitbestimmung und Tarifverträge sprach Dietmar Hexel vom Geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB. Frank Werneke, stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi warnte in seinem Vortrag von einem „Einflussverlust der Tarifpolitik auf die allgemeine Lohnentwicklung“.

Dr. Christina Klenner von der Hans-Böckler-Stiftung widmete sich dem Thema „Equal Pay – Wege zur Entgeltgleichheit“ während dazu MdB Christel Humme das Eckpunktepapier der SPD-Fraktion „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ vorstellte. Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern liege derzeit bei rund 23%. Das könne nicht allein mit sachlichen Faktoren erklärt werden, deshalb brauche es eine gesetzliche Regelung, so die beiden Referentinnen.

Für die Teilnehmer aus der Oberpfalz waren die Themen von großem Interesse. „Wir wollen sichere Arbeitsplätze und faire Arbeit. Wir wenden uns gegen Befristungen und Leiharbeit. Und wir wollen auch, dass die jungen Leute eine Chance bekommen, nach ihrer Ausbildung in feste Arbeitsverhältnisse übernommen zu werden. Es ist gut, dass die SPD unsere Forderungen unterstützt“, so das abschließende Fazit von Marianne Schieders Gästen. Helmut Bösl stellte insbesondere heraus, dass die Arbeit der Betriebsräte gerade in Krisenzeiten enorme Bedeutung habe. Von starken Betriebsräten profitieren die Beschäftigten und die Unternehmen. Es gehe um fairen Umgang mit Arbeitnehmern. „Deswegen ist es uns wichtig, dass die SPD für einen einheitlichen Mindestlohn kämpft und sich gegen die Ausweitung des Niedriglohnsektors und prekären Beschäftigungsverhältnissen wendet.“

MdB Marianne Schieder freute sich über die Zustimmung und die positive Resonanz auf die Veranstaltung. „Die Konferenz hat einen wichtigen Impuls für die gemeinsame Arbeit von SPD und Arbeitnehmervertretern gebracht. Betriebsräte sind unverzichtbare Mittler, um der Politik die praktischen Erfahrungen in den Betrieben zu erläutern und Gedanken aus den Diskussionen zurück in die Unternehmen zu tragen. Ich unterstütze daher gerne die Betriebs- und Personalrätekonferenzen, weil sie dem Austausch mit der Politik dienen aber auch der Vernetzung der Kolleginnen und Kollegen untereinander.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.