Aktienkurse steigen – und die Mieten auch

Veröffentlicht am 15.04.2013 in Landespolitik

Niederbayerische SPD-Kreisvorsitzende Vilsmeier und Müller im Gespräch mit Christian Ude zum Verkauf der GBW-Wohnungen

"Auch die Landkreise Landshut und Dingolfing sind vom Verkauf der GBW-Wohnungen betroffen“, machte der Kreisvorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier beim Treffen mit Christian Ude in München deutlich. Gemeinsam mit der Kreis- und Fraktionsvorsitzenden Ruth Müller nutzten beide die Gelegenheit, um mit dem Münchner Oberbürgermeister und dem Bundestagsabgeordneten Florian Pronold über den „größten Wohnungsdeal in der jüngsten Geschichte“ zu sprechen.

Nur an der Börse sei der Immobiliendeal gut angekommen, machte Ude deutlich und zitierte das Handelsblatt, das von einem Kurssprung von 13 Prozent des im SDax geführten Augsburger Immobilien-Konzerns berichtete.

Der Börsenkurs steigt und wohl auch die Mieten für die Menschen, die in den 32.000 GBW-Wohnungen leben. Im Landkreis Landshut gibt es in der Gemeinde Altdorf über 200 GBW-Wohnungen und im Landkreis Dingolfing in der Stadt Dingolfing 500 Wohnungen, die einmal der Bayern LB gehörten, verkauft wurden. Der Grund für den Verkauf der GBW-Wohnungen liegt in den misslungenen Finanzzockereien der Bayerischen Landesbank. Im Verwaltungsrat der Bank war die CSU sehr gut repräsentiert – mit MdL Erwin Huber kam der Finanzminister damals sogar aus der Region Dingolfing-Landshut. Der Freistaat Bayern musste zehn Milliarden Euro für die Rettung der BayernLB einsetzen – dieses Finanzdebakel kostet den bayerischen Steuerzahler täglich eine Million Euro an Zinsen.

Gemeinsam mit Christian Ude war MdB Florian Pronold vergangene Woche in Brüssel und dort bestätigte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, dass der Freistaat Bayern sehr wohl als Käufer hätte auftreten können. Die bayerische SPD habe dies von Anfang an gefordert, um die Mieterinnen und Mieter zu schützen. Hier sei es wohl nur ums schnelle Geld gegangen, so die Landshuter Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller. Und die Mieterinnen und Mieter hätten jetzt die Sorge, dass durch Luxussanierungen Mieterhöhungen folgen, die sie sich nicht mehr leisten können. Die „Sozialcharta XXL“ hat sich als unsoziales Machwerk erwiesen, so Dr. Bernd Vilsmeier. Denn die Vereinbarungen seien alle zeitlich befristet, ein ernst gemeinter Mieterschutz sehe anders aus.

Wie es nun mit den GBW-Wohnungen in den beiden Landkreisen Landshut und Dingolfing aussehe, wisse man nicht. In Dingolfing werde darüber diskutiert, die 500 Wohnungen von der Kommune zu erwerben. Die Gemeinde Altdorf wird sich das nicht leisten können, ist sich Kreisrätin Ruth Müller sicher. Ob der Landkreis einspringe, sei fraglich, letztendlich gehe es hier um ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Euro, was dann eine Kreisumlagenerhöhung um acht bis zehn Punkte nach sich ziehen würde. „Die kleinen Mieter und die Kommunen müssen das Milliardengrab Landesbank ausbaden“, zogen die Politiker das Fazit des Immobiliendeals.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.