Dresden Nazifrei – auch 2011 ein Erfolg! – auch Jusos und SPD Oberpfalz mobilisierten

Veröffentlicht am 22.02.2011 in AntiFa/Migration

von Sebastian Roloff, Juso Bezirksvorsitzender Oberpfalz

Nach der erfolgreichen Blockade der geplanten und europaweit mobilisierten Naziaufmärsche in Dresden 2010, hat das Bündnis Dresden Nazifrei auch dieses Jahr seit längerem breit mobilisiert und den gut 20.000 Gegendemonstranten, die dem Aufruf gefolgt sind, ist es auch in diesem Jahr gelungen, die (von der Stadt erst zusammengefassten, dann vom Verwaltungsgericht wieder in ihrer beantragten Form gestatteten) Aufmärsche und drei Kundgebungen, zu denen Nazis aus ganz Deutschland und Teilen Europas erwartet wurden, zu verhindern, so dass die Nazis kaum über den Dresdner Hauptbahnhof hinausgekommen sind und wie im letzten Jahr „unverrichteter Dinge“ wieder abziehen mussten.

Diese Frustration kanalisierte sich leider in mehreren Gewaltakten, teilweise gegen Einrichtungen in Dresden, teilweise in Dresden-Plauen und teilweise auch gegen Gegendemonstranten.

Erfreulich ist in diesem Jahr, dass die Mobilisierung des Bündnisses auch im Vorfeld auf positives Feedback stieß und nochmal mehr Menschen als schon 2010 bereit waren, sich auf den Weg nach Dresden zu machen.

Zudem ist positiv zu sehen, dass eine ganze Reihe Bundestagsabgeordnete den Aufruf von Dresden Nazifrei unterstützten, aus der Oberpfalz etwa SPD Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler, MdEP Ismail Ertug, MdB Werner Schieder und Juso Bezirksvorsitzender Sebastian Roloff. Exemplarisch für eine gute Mobilisierung war der Umstand, dass der Bus der Jusos Oberpfalz und Niederbayern (finanziert durch die beiden SPD Bezirke) nach wenigen Tagen ausgebucht war und zunächst ein größerer und dann sogar noch ein zusätzlicher Bus zusammen mit BündnispartnerInnen aus der Oberpfalz eingesetzt wurde.

Trotz vorhersehbarer Strapazen (die Wettervorsage lag bei minus 2 Grad und Regen bzw. Schnee, es erwarteten einen etwa 10 Stunden ohne Pause auf den Beinen zu verbringen) und Abfahrt und Rückkehr zu jeweils nachtschlafender Zeit, waren auch nahezu alle TeilnehmerInnen an den Haltepunkten in Ostbayern pünktlich vor Ort.
In der Dresdner Altstadt angekommen beteiligten sich die ostbayerischen Jusos, wie wohl alle anwesenden Gegendemonstranten, sowohl an verschiedenen Kundgebungen, etwa der des DGB am DGB Haus in Dresden, als auch an der von Astrid Rothe-Beinlich (Vizepräsidentin Landtag Thüringen) angemeldeten Demonstration im Dresdner Zentrum, sowie an einigen der vorgesehenen Blockadepunkte, die oft wechselten und einen Großteil der Dresdner Altstadt abdeckten.

Hierbei ist es selbstverständlich zu betonen, dass die übergroße Mehrheit der 20.000 Gegendemonstranten absolut friedlich und völlig gewaltfrei gegen den Naziaufmarsch demonstriert hat.
Als dann den Nazis gegen 17.00 Uhr mitgeteilt wurde, dass ihr angemeldeten Demonstrationen nicht mehr durchgeführt werden und sie die Stadt wieder mit dem Zug verlassen sollen, war allen Beteiligten klar, dass die Blockade der Aufmärsche auch in diesem Jahr erfolgreich war.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.