Geschichtswerkstatt in Ergoldsbach

Veröffentlicht am 15.10.2014 in Veranstaltungen

Der SPD-Arbeitskreis Labertal konnte die Geschichtswerkstatt „Erster Weltkrieg von 1914 bis 1918“ als vollen Erfolg verbuchen.  von links. Rainer Pasta (Sprecher SPD-Arbeitskreis Labertal, Archivarin Karin Hagendorn, Peter Schmid /SPD-Ortsverein), Heimatpfleger Helmut Siegl und Franziska Gruber-Schmid (SPD-Ortsvorsitzende)

 

Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg im Heimatmuseum voller Erfolg

Zusammen mit der Krieger- und Soldatenkameradschaft 1871 Ergoldsbach und der Marktgemeinde, die die Räume im Rathauskeller zur Verfügung stellte, organisierte der SPD-Arbeitskreis Labertal mit seinem Sprecher Rainer Pasta am Samstag und Sonntag eine Geschichtswerkstatt „Erster Weltkrieg 1914 bis 1918“, die von den Bürgern gut angenommen und ein voller Erfolg wurde. Weitere Veranstaltungen sollen im Oktober und November in den verschiedenen Orten des Labertals noch folgen.

Den Auftakt bildete der Markt Ergoldsbach mit seiner sehenswerten und beeindruckenden Ausstellung im Heimatmuseum im Rathauskeller. Am Samstag konnten Bürgerinnen und Bürger des Marktes Fundstücke über die Zeit um 1914 aus ihrem Familienbesitz vorbeibringen, die dann nach der bekannten Samstag-Vorabend Kultserie im Bayerischen Fernsehen „Kunst & Krempel -Familienschätze unter der Lupe“ von der Sachverständigen und Archivarin Karin Hagendorn aus Hohenthann fotografiert, bewertet und dokumentiert wurden.

Gleich zu Beginn fanden sich einige Bürger ein, die Fundstücke wie ein Buch von 1915, Geschirr und Wachsstöcke aus der Zeit um 1915, Feldpostkarten und Postkarten aus Mazedonien oder Frankreich von den Schauplätzen des Krieges vorlegten, obwohl bereits 100 Jahre vergangen sind. Einige Fundstücke wurden Heimatpfleger Sigl zum Verbleib im Heimatmuseum zur Verfügung gestellt. Sie konnten dann am Sonntag beim „Tag der offenen Tür“ genauer begutachtet werden.

Viele nutzten dabei das schöne Herbstwetter, um nicht nur die Ausstellung, sondern auch  das offene Heimatmuseum in seinem ganzen Umfang zu begutachten und entdeckten dabei so manches Unbekannte.  „Viele bekommen in jüngster Zeit in den Nachrichten der Medien mit, dass der Krieg gar nicht so fern ist. Fundstücke aus der Heimat helfen, sich mit dem Krieg und seinen furchtbaren Folgen näher auseinanderzusetzen, weil ein unmittelbarer Bezugspunkt da ist, womöglich in der eigenen Familiengeschichte“. Dies war für Heimatpfleger Helmut Sigl eine Motivation, Fundstücke für eine Ausstellung Erster Weltkrieg zusammenzustellen, die er in mühsamer Kleinarbeit dokumentiert und zusammengetragen hat.

 

Einige Bürger konnten Fundstücke von ihren Großeltern aus der Zeit um 1914 aus ihrem Familienbesitz vorbeibringen.

 

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.