
Der SPD-Arbeitskreis Labertal konnte die Geschichtswerkstatt „Erster Weltkrieg von 1914 bis 1918“ als vollen Erfolg verbuchen. von links. Rainer Pasta (Sprecher SPD-Arbeitskreis Labertal, Archivarin Karin Hagendorn, Peter Schmid /SPD-Ortsverein), Heimatpfleger Helmut Siegl und Franziska Gruber-Schmid (SPD-Ortsvorsitzende)
Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg im Heimatmuseum voller Erfolg
Zusammen mit der Krieger- und Soldatenkameradschaft 1871 Ergoldsbach und der Marktgemeinde, die die Räume im Rathauskeller zur Verfügung stellte, organisierte der SPD-Arbeitskreis Labertal mit seinem Sprecher Rainer Pasta am Samstag und Sonntag eine Geschichtswerkstatt „Erster Weltkrieg 1914 bis 1918“, die von den Bürgern gut angenommen und ein voller Erfolg wurde. Weitere Veranstaltungen sollen im Oktober und November in den verschiedenen Orten des Labertals noch folgen.
Den Auftakt bildete der Markt Ergoldsbach mit seiner sehenswerten und beeindruckenden Ausstellung im Heimatmuseum im Rathauskeller. Am Samstag konnten Bürgerinnen und Bürger des Marktes Fundstücke über die Zeit um 1914 aus ihrem Familienbesitz vorbeibringen, die dann nach der bekannten Samstag-Vorabend Kultserie im Bayerischen Fernsehen „Kunst & Krempel -Familienschätze unter der Lupe“ von der Sachverständigen und Archivarin Karin Hagendorn aus Hohenthann fotografiert, bewertet und dokumentiert wurden.
Gleich zu Beginn fanden sich einige Bürger ein, die Fundstücke wie ein Buch von 1915, Geschirr und Wachsstöcke aus der Zeit um 1915, Feldpostkarten und Postkarten aus Mazedonien oder Frankreich von den Schauplätzen des Krieges vorlegten, obwohl bereits 100 Jahre vergangen sind. Einige Fundstücke wurden Heimatpfleger Sigl zum Verbleib im Heimatmuseum zur Verfügung gestellt. Sie konnten dann am Sonntag beim „Tag der offenen Tür“ genauer begutachtet werden.
Viele nutzten dabei das schöne Herbstwetter, um nicht nur die Ausstellung, sondern auch das offene Heimatmuseum in seinem ganzen Umfang zu begutachten und entdeckten dabei so manches Unbekannte. „Viele bekommen in jüngster Zeit in den Nachrichten der Medien mit, dass der Krieg gar nicht so fern ist. Fundstücke aus der Heimat helfen, sich mit dem Krieg und seinen furchtbaren Folgen näher auseinanderzusetzen, weil ein unmittelbarer Bezugspunkt da ist, womöglich in der eigenen Familiengeschichte“. Dies war für Heimatpfleger Helmut Sigl eine Motivation, Fundstücke für eine Ausstellung Erster Weltkrieg zusammenzustellen, die er in mühsamer Kleinarbeit dokumentiert und zusammengetragen hat.
Einige Bürger konnten Fundstücke von ihren Großeltern aus der Zeit um 1914 aus ihrem Familienbesitz vorbeibringen.