Schwere Defizite beim Förderunterricht für Kinder ohne Deutschkenntnisse

Veröffentlicht am 28.08.2014 in Presse

Die bayerischen Schulen bekommen nicht genug Unterstützung beim Unterricht für Kinder, die kein Deutsch können. Die Zahl der Schüler, die in sogenannten Übergangsklassen binnen zwei Jahren die Sprache erlernen sollen, hat sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdreifacht, wie eine Anfrage der SPD-Bildungspolitikerin Margit Wild an das Kultusministerium ergab. Sie stieg von 1200 im Jahr 2008 auf derzeit 3634. Die Zahl der Lehrer für das Fach „Deutsch als Zweitsprache“ wuchs hingegen bis 2013 um nicht einmal ein Drittel.

Wild fordert deshalb, „Deutsch als Zweitsprache“ zum Pflichtfach in der Lehrerausbildung zu machen: „Wir brauchen hier mehr qualifizierte Lehrer, um Migrantenkinder nicht schon beim Einstieg ins deutsche Schulsystem hoffnungslos abzuhängen. Derzeit liegt die Klassenstärke in den Übergangsklassen bei 15 Schülern. Ein intensiver, auf die individuellen Bedürfnisse der zum Teil traumatisierten Kinder aus allen Ecken der Welt abgestimmter Unterricht ist da nicht zu machen. Doch ohne entsprechende Vorbereitung werden sie später im Regelunterricht nicht mithalten können.“

Erschwerend kommt hinzu, dass es für diese Übergangsklassen kaum Bücher und sonstige Lernmittel gibt. Das Kultusministerium begründet dies damit, dass es sich für die Schulbuchverlage wirtschaftlich kaum lohne, entsprechende Angebote zu produzieren. Die Regensburger SPD-Abgeordnete Wild sieht darin „eine Kapitulation der Schulbehörden auf ganzer Linie“.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.