Nach 10 Jahren wieder SPD-Abgeordnetenbüro in Landshut

Veröffentlicht am 21.02.2014 in Allgemein

„Wehret dem Unrecht, wenn solches geschähe, in unserem Land“
Ruth Müller, MdL, eröffnet Bürgerbüro in Landshut - Viele Besucher aus nah und fern

Am Samstag eröffnete die Landtagsabgeordnete Ruth Müller ihr Bürgerbüro in Landshut. Zur Segnung und dem anschließenden „Tag der offenen Tür“ konnte Ruth Müller mehr als 100 Gäste aus nah und fern begrüßen. Rita Hagl-Kehl, MdB und Betreuungsabgeordnete für den Stimmkreis Landshut und die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard sprachen ein Grußwort. Dekan Siegfried Stelzner aus Landshut und Pfarrer Josef Dotzler aus Neufahrn betonten bei ihrer Segnung den Auftrag, den die Abgeordneten durch ihre Wahl erhalten haben: „Jede und jeder soll mit den kleinen Sorgen und den großen Anliegen zu Ihnen kommen können. Gott schütze auch durch sie das Recht für alle Menschen und wehre auch durch ihr Wirken dem Unrecht, wenn solches geschähe, in unserem Land.“

„Nach zehn Jahren ist es heute endlich soweit – die SPD hat in Landshut für die Bürgerinnen und Bürger der Region wieder eine Anlaufstelle für den Landtag und den Bundestag. Ich freue mich, dass wir nach dieser langen Zeit im Landshuter Gewerkschaftshaus heute die Büroeröffnung feiern können“, begrüßte Müller die Gäste. Erfreulich sei es, dass auch die Deggendorfer Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl als Betreuungsabgeordnete da sei, denn auch sie wird als Abgeordnete für den Raum Landshut insbesondere im Rahmen ihrer Ausschuss-Schwerpunkte Verkehr und Landwirtschaftspolitik als Ansprechpartnerin vor Ort sein, so Ruth Müller in ihrer Rede. Mit Pfarrer Josef Dotzler aus Neufahrn und Dekan Siegfried Stelzner aus Landshut hätte man nicht nur Stadt und Landkreis Landshut in einem Boot sondern auch beide Konfessionen dabei, die auch die beiden Abgeordneten vertreten, so Müller weiter.


„Der Segen gilt nicht den Gegenständen, der Segen gilt den Menschen, die hier tätig sind“

Bis zum letzten Platz waren die großzügigen Büroräume im Gewerkschaftshaus in der Nikolastraße in Landshut gefüllt, als Dekan Siegfried Stelzner und Pfarrer Josef Dotzler die Segnung des Bürgerbüros vornahmen, viele standen im Flur oder Treppenhaus. „Der Segen gilt nicht den Gegenständen, der Segen gilt den Menschen, die hier tätig sind“, machte Pfarrer Josef Dotzler deutlich und erbat in seinem Segensgebet „Einsicht und Klugheit, Tatkraft und Mitmenschlichkeit“ und forderte: „Schütze auch durch sie das Recht für alle Menschen und wehre auch durch ihr Wirken dem Unrecht, wenn solches geschähe, in unserem Land“. Dekan Stelzner interpretierte die „wichtigste Aufgabe einer Volksvertreterin“ darin, dass sie „unsere Wünsche, Anregungen, Problem hinauf an höhere Stelle tragen, dass sie dort auch gehört und behandelt werden“. Stelzner führte weiter aus, er halte es für wichtig, das jede und jeder zu den beiden Abgeordneten Ruth Müller und Rita Hagl-Kehl kommen könne, mit den kleinen Sorgen und den großen Anliegen: „Streit mit dem Nachbarn, Ärger mit einer Behörde, Protest gegen neue Stromtrassen und die schlechte Schulsituation, Ärger über korrupte Minister und dass die Züge pünktlicher kommen, schlecht eingeschenktes Wiesenbier und Ärger mit der grantigen Ehefrau“. Überall solle sie helfen und Abhilfe schaffen und dafür sorgen, dass sich etwas ändert. Pfarrer Dotzler stand ganz am Anfang ihrer politischen Laufbahn bei der KLJB, war von Ruth Müller zu erfahren. Müller: „Als wir uns 1989 entschlossen, politisch aktiv zu werden, unterstützte er unsere Aktivitäten als Landjugendseelsorger. Ein Pfarrer aus unserem Landkreis schrieb ihm damals, er könne das nicht gutheißen, da zum einen ‚Evangelische bei der Liste dabei seien und zum anderen gebe es in Bayern ja bereits eine Partei die man wählen könne…‘. Unvergessen ist mir, wie er unser Engagement daraufhin verteidigte. Ohne ihn, wäre ich als evangelische Landtagsabgeordnete vielleicht nie hier gelandet und hätte vielleicht auch nicht meinen Weg in der ehrenamtlichen Arbeit der evangelischen Kirche bis hin zum Dekanatsausschuss gefunden“.

„Tag der offenen Tür“ im Bürgerbüro

Beim anschließenden „Tag der offenen Tür“ im Bürgerbüro suchten über 100 Besucher aus sozialen und Bildungseinrichtungen, Kultur, Wirtschaft und Politik aber auch aus dem privaten Umfeld das Gespräch mit den Abgeordneten Ruth Müller, MdL und Rita Hagl-Kehl, MdB. Die Besucher wurden vom Landshuter Verein MitArbeiten bestens bewirtet und genossen die angenehme Atmosphäre.

Das Bürgerbüro Ruth Müller, MdL ist unter der Telefonnummer 0871-95 35 83 00 oder die eMail-Adresse ruth.mueller@bayernspd-landtag.de zu erreichen. Doch auch ein persönlicher Besuch in der Nikolastraße 49 in Landshut ist zu den üblichen Geschäftszeiten möglich, vorherige Anmeldung wird aber empfohlen. Die beiden Abgeordneten Ruth Müller (Landtag) und Rita Hagl-Kehl (Bundestag) werden auch Bürgersprechstunden anbieten, die der Tagespresse zu entnehmen sind. Der Ansprechpartner im Bürgerbüro ist Rainer Pasta.

Bildunterschrift: v.l.: Regierungspräsident Heinz Grunwald, Rita Hagl-Kehl, MdB, Ruth Müller, MdL, stellv. Landrätin Christel Engelhard, Pfarrer Josef Dotzler und Dekan Siegfried Stelzner

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.