Pflege-Reform lässt Bedürftige im Regen stehen

Veröffentlicht am 02.05.2012 in Soziales

MdB Marianne Schieder

Bürgerversicherung Pflege muss kommen

"Nach der Reform ist vor der Reform", beklagt die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die aktuellen Regierungsvorhaben zur Pflegereform, "das trifft in diesem Fall besonders zu, weil der Entwurf der Bundesregierung für die Reform der Pflegeversicherung keines der bestehenden und künftigen Probleme löst." Die Reform ist lediglich ein Tätigkeitsnachweis der Regierung, um nach dem verpatzten „Jahr der Pflege 2011“ noch halbwegs das Gesicht zu retten. Das Motto: „Besser als gar nichts“.

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Die Demenzkranken in Bayern und ihre Angehörigen werden statt mit neuen Pflegestufen lediglich mit einem kleinen Taschengeld abgespeist. Die Beitragserhöhung ist nur eine Beitragserhöhung aber keine Reform zur zukunftsfesten Finanzierung der Pflege. Angehörige werden weitgehend allein gelassen. Das gilt leider insbesondere in Bayern, wo die Staatsregierung sich dem Ausbau der noch von der Großen Koalition beschlossenen Pflegestützpunkte verweigert. Angehörige in Bayern müssen deswegen auf wohnortnahe, unabhängige Beratung in Pflegestützpunkten verzichten.

Was hatte die CSU nicht alles versprochen – neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, keine Beitragserhöhung, keine Abkehr vom Solidarprinzip und nicht zuletzt ein Gegenmodell zu den Reformvorschlägen des FDP-Gesundheitsministers. Nichts davon ist im Regierungsentwurf. Das ist ein Armutszeugnis. Die geplante Erweiterung der Pflegeversicherung um eine zusätzliche private Versicherung – die sich viele gar nicht leisten können – ist der Abschied von der solidarischen Pflegeversicherung. Mit Unterstützung der Christsozialen.

Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörige haben mehr verdient. Das gilt insbesondere für Demenzkranke. Wir brauchen eine wirkliche Reform und die kann nur die Bürgerversicherung Pflege sein. Mit mehr Solidarität, einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und einer zukunftsfesten Finanzierung.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.