SPD will das „Wissen der Vielen“ nutzen

Veröffentlicht am 09.11.2010 in Allgemein

Peter Schmid; Ruth Müller; Klaus Tovar (SPD Willy-Brandt-Haus Berlin); Anja König; Erhard Fleischmann

Volkspartei, Programmpartei und Mitmachpartei

Die Bürgerinnen und Bürger wissen und können viel mehr, als die Politik bisher genutzt hat, sind sich die SPD-Spitzen aus Stadt und Landkreis Landshut nach ihrem Gespräch mit Klaus Tovar vom Willy-Brandt-Haus in Berlin einig. Gemeinsam diskutierte man in Plattling die Leitlinien des beim Dresdener Parteitags beschlossenen Dialogprogramms. Die Alltagserfahrungen der Menschen müssen der Maßstab für die politischen Prozesse werden, so die Kreisvorsitzende Ruth Müller. Die „Weisheit der Vielen“ wolle man sehen, hören und beachten, um die Politik zu beraten, aber nicht, um Politik zu ersetzen.

Zukunftswerkstätten sind international und bundesweit ein anerkanntes und bewährtes Mittel der Bürgerbeteiligung, bekräftigt der stellvertretende Vorsitzende der AfB (Arbeitsgemeinschaft für Bildung), Peter Schmid auch aus seiner beruflichen Erfahrung als Software- und Kommunikationstrainer.
Mit der 1. Landshuter Sozialkonferenz beschreite man bereits diesen Weg, so die Stadtverbandsvorsitzende Anja König. Gesundheits-, Renten- und Arbeitmarktpolitik werde mit Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und anschließend erhoffe man sich auch ein Feedback.

Viele Politikfelder bieten sich für „Bürgerkonferenzen“ und „Zukunftswerkstätten“ an, erläuterte Klaus Tovar aus Berlin. Gerade die Kommunale Ebene sei ein spannendes Handlungsfeld, da hier Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Kreativität einbringen können und unmittelbar das Ergebnis sehen. Gemeinsam mit den Bürgern beschlossene Ideen, wie beispielsweise die Umgestaltung eines Kinderspielplatzes in einen Generationenspielplatz tragen zur Akzeptanz der Entscheidungen in der Bevölkerung bei, denn aus „Betroffenen“ werden „Beteiligte“.

Die SPD in Stadt und Landkreis sei hier bereits auf einem guten Weg, bekräftigte der SPD-Vorsitzende aus Essenbach, Erhard Fleischmann. Der diesjährige politische Kirta in der Eskara habe hier mit dem Thema „Integration“ zur aktuellen öffentlichen Diskussion wertvolle Beiträge geliefert, die durch die authentischen Berichte der Gäste untermauert wurden.

Für die SPD in Stadt und Landkreis Landshut könne man sich zu verschiedenen politischen Themenfeldern „Zukunftswerkstätten“ vorstellen, beispielsweise in der Verkehrspolitik oder Energiepolitik, wagten die SPD-Vorsitzenden Anja König und Ruth Müller einen Blick in die Zukunft.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.