Spannendes Wahlergebnis bei den Jungen der Landshuter SPD

Veröffentlicht am 16.06.2010 in Wahlen

Nicole König, Tochter der Stadtverbandsvorsitzenden, gründet Stadtjusogruppe

Am Sonntag trafen sich in den Weihenstephaner Stuben so einige junge Genossen, um unter dem Stadtverband der Landshuter SPD eine eigene Arbeitsgemeinschaft der Jusos zu gründen. Seit der Bundestagswahl waren in der Stadt zahlreiche junge Menschen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren der SPD beigetreten. Um diesen Stamm an Nachwuchs zu halten initiierte Nicole König die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Jusos in der Stadt. Unterstützung und Rückenhalt hat die neue Gruppe durch die SPD-Fraktion und die Mutterpartei der Stadt.

Hauptgrund der Initiierung von Nicole König war, dass die Anfänge der SPD und ihre geschichtlichen Hintergründe jungen Menschen nahegebracht werden sollten. Mit der Gruppe möchten sie versuchen, vieles über Vergangenes zu lernen und zu verstehen, denn nur so könne die Zukunft verändert werden, laut N. Königs Begrüßungsrede. Es sei gerade in der jetzigen Parteisituation sehr wichtig zu reflektieren und zu reagieren. Junge Menschen brauchen ein Gemeinschaftsgefühl und arbeiten in der Gruppe, um ihre Meinungen äußern zu können.

Auch wies N. König in ihrer Begrüßungsrede auf Missstände im jetzigen Schulsystem hin, in dem sich Kinder viel zu früh schon für einen Weg in die Zukunft entscheiden müssten. Mit dem Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule beginne bereits in der 3. Klasse eine Rivalität zwischen den Kindern. Da Kinder und Jugendliche sich individuell entwickeln, solle man ihnen die Zeit geben, die sie brauchen, damit sie sich ihre Weichen für die Zukunft selber stellen können und somit alle die gleichen Chancen haben. Dies könne nur mit Gesamtschulen erreicht werden, gemeinsames Lernen bis hin zum Abitur, nicht gegeneinander, sondern miteinander, laut N. König.

In seinem Grußwort signalisierte Bürgermeister und Genosse Gerd Steinberger sehr deutlich, dass er sich darüber freue, dass immer mehr junge Genossen auf politischer Ebene arbeiten möchten. „Auch in unserer Fraktion wird in den nächsten Jahren aus natürlichen Gründen ein Wechsel stattfinden und dafür brauchen wir fähigen Nachwuchs.“, so Steinberger. Robert Gewies, OB-Kandidat der SPD, zeigte sich sichtlich erfreut über so viel Engagement bei der Jugend der SPD und bedankte sich für die bereits zugesagte Unterstützung im OB-Wahlkampf. Daniel König, Vorsitzender der Jusos aus dem Unterbezirk erklärte, dass es viel zu tun gäbe. Er sicherte die volle Unterstützung durch die Unterbezirks-Jusos zu.

Dass die ganz jungen GenossInnen zielgerichtet und entschlossen sind, sah man daran, dass urplötzlich neben der vorgesehenen Vorsitzenden Kerstin Hielscher noch ein weiterer Kandidat, Oliver Wetzstein, seine Ansprüche auf den Vorsitz geltend machte und ein Kopf-an-Kopf-Rennen begann. Mit nur einer Stimme Unterschied gewann Kerstin Hielscher die Wahl zur Vorsitzenden.

Neben Oliver Wetzstein wählten die Genossen die Studentin Lena Ordner zur stellvertretenden Vorsitzenden.

Benny Lohmeyer, Nicole König und Thomas Saatberger fungieren als Beisitzer in den nächsten zwei Jahren.

Die Stadtverbandsvorsitzende Anja König gratulierte dem gewählten Vorstand und wünschte viel Kraft und Ausdauer, aber auch Spaß an der Parteiarbeit. Sie sei froh, dass sich gerade ganz junge Menschen, die „Junior-Jusos“, hier zusammengefunden haben und gemeinsam gegen soziale Ungerechtigkeiten kämpfen wollen. Es sei sehr wichtig und man könne gar nicht früh genug damit anfangen, sich nach außen hin zu artikulieren und soziale Missstände aufzuzeigen. Anfangen könne man mit den Sparplänen der Regierung, die überwiegend sozial Schwache betreffen. „Jetzt wird es Zeit, dass die Menschen sich wehren und auf die Straße gehen.“, so A. König in ihren Ausführungen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.