Ursachen, nicht nur Folgen bekämpfen

Veröffentlicht am 25.05.2010 in Bundespolitik

MdB Marianne Schieder zum Abstimmungsverhalten beim Euro-Rettungspaket:

"Der Deutsche Bundestag hat innerhalb von nur zwei Wochen zum zweiten Mal im Eilverfahren über ein milliardenschweres Rettungspaket abgestimmt. Wie schon im Fall der Griechenlandhilfen haben wir SPD-Abgeordnete uns auch beim Euro-Rettungspaket enthalten. Denn einerseits sieht die SPD durchaus, dass akuter Handlungsbedarf besteht, weil immer mehr Spekulationen die Stabilität der gemeinsamen Währung bedrohen und die Euro-Länder dafür bislang keinen wirksamen Abwehrmechanismus hatten. Andererseits hat die Bundesregierung noch immer nicht verbindlich erklärt, wie sie die Finanzwirtschaft wirksam an den Kosten der Krise beteiligen will."

"Die SPD fordert dazu eine Finanztransaktionssteuer, die so ausgestaltet ist, dass sie normale Geschäfte nicht behindert, aber Spekulationen ohne reellen Hintergrund unattraktiv macht. Zwar hat der Koalitionsausschuss aus CDU/CSU und FDP in dieser Woche erstmals beschlossen, irgendetwas in dieser Richtung zu tun. Die Debatten dieser Woche haben aber gezeigt, dass die Kanzlerin letztlich allein dasteht und die FDP ein wirklich entschiedenes Handeln noch immer blockiert.

Die Liberalen haben nichts unternommen, zu einer "Gemeinschaft der Demokraten" in dieser wichtigen Frage zu kommen. Sie haben im Gegenteil die mögliche Unterstützung der SPD rüde abgelehnt. Deshalb muss die Koalition nun auch die Verantwortung alleine tragen. Die SPD wird weiter auf eine Bearbeitung der Ursachen der Finanzkrise dringen und eine wirksame, internationale Regulierung der Finanzmärkte fordern. Die Kanzlerin hat den Handlungsbedarf nach viel zu langem Zögern nun auch öffentlich eingeräumt. Nun muss sie durch entschiedenes Handeln beweisen, dass Sie auch in der Lage ist, dies national, auf europäischer Ebene und international umzusetzen."

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.